Musik, Lesungen, Kabarett und mehr

Infos und Termine: April bis Juni 2016

Für alle von uns organisierten Kultur- und Veranstaltungsangebote im Haus gilt: Eintritt frei!

Für das zweite Quartal 2016 haben wir ein Programm zusammengestellt, das hoffentlich wieder viele Interessierte findet. Selbstverständlich sind bei diesen Veranstaltungen auch Gäste aus der näheren Umgebung des Bildungszentrums Sprockhövel herzlich willkommen.

Musik, Lesung, Information, Diskussion, Theater und Kabarett - unser Programm ist wieder eine bunte Mischung, die hoffentlich wieder viele Interessierte findet. 

Flucht und Vertreibung sind kein neues Thema unserer Zeit. Zwei Veranstaltungen machen das beispielhaft deutlich: Am Mittwoch, 11. Mai 2016 mit einen Konzert: Jiddische Arbeiterlieder sowie Cantaton-Theater Erbach, Burkhard Engel, am 31. Mai 2016 mit einer musikalischen Lesung: Literatur im Exil (siehe Seite 12). 

Auch ein Besuch unserer neuen Ausstellung „Nichts war vergeblich - Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ (vom 04.04. bis 29.04.2016) sowie unserer Dauerausstellung  „Asyl ist Menschenrecht“ lohnen sich. Beide Ausstellungen sind ein guter Ort um selbst zu verweilen und sich zu informieren oder auch um unter KollegInnen gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Ein ehrlicher Austausch zum Thema "Zivilcourage heute" ist vielen Menschen derzeit ein echtes Bedürfnis. Wir stellen die Fragen: Was können wir tun? Was kann ich tun? Was macht die aktuelle Situation mit mir und uns?


Weitere lohenswerte Freizeit- und Kulturtipps in der Umgebung empfiehlt am Empfang gerne unsere Kollegin Brigitte Hausherr. Dort findet sich auch ein Ordner mit ausgewählten Infos. Fragt nach!

Unter www.nrw-tourismus.de präsentierten sich zudem – kompakt und übersichtlich – Angebote in ganz NRW: Von A wie aktiv in der Region bis Z wie Zeche Zollverein.



 

04. bis 29. April: Ausstellung "Nichts war vergeblich"

„Nichts war vergeblich – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus"
vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945, Frankfurt/Main


Der Anteil der Menschen, die sich gegen den Terror des NS-Staats zur Wehr setzten, war gering. Unter ihnen stellten Frauen eine noch kleinere Gruppe dar. Diejenigen aber, die sich auf vielfältige Weise dem Regime widersetzten, werden in der Öffentlichkeit immer noch wenig gewürdigt. Der Widerstand von Frauen galt meistens „privat“ oder „persönlich“, nur selten als politisch motiviert.

Mit diesen Vorurteilen will die Ausstellung „Nichts war vergeblich“ aufräumen. Sie zeigt anhand von 18 Biographien den Mut von Frauen, die dem Nationalsozialismus die Gefolgschaft verweigerten. Sie verfassten und verteilten Flugblätter, sie boten Verfolgten Unterschlupf, sie klärten im Ausland über das Unrecht in Deutsch-land auf. Immer folgten sie ihrem Gewissen – und setzten damit ihr Leben aufs Spiel.

Unter den Portraits finden sich viele unbekannte und einige bekannte Namen. Der Kampf dieser Frauen gegen den NS-Staat verdient Aufmerksamkeit – sie sind uns Beispiele für den aufrechten Gang, der auch heute nötig ist.


Wann und wo:
täglich vom 04. April bis zum 29. April 2016
im Bildungszentrum

05. April: Kabarett mit Martin Funda

Herbei, oh ihr Gläubiger!
Kabarett mit Musik und Martin Funda

Manche Menschen machen für Geld alles – sogar Kabarett. Der Kabarettist Martin Funda widmet dem Thema: dem Geld. Das lassen wir für uns arbeiten – wenn es nicht gerade streikt. Mit

  • einem Discounter-Rap
  • Herz-Schmerz-Ein- und Auslagen
  • der Weltordnung aus der Sicht des Profites
  • unchristlicher Seefahrt auf dem Mittelmeer ‚Eine Seefahrt, die ist lustig‘
  • fair produziertem Klamauk

Also: Wenn’s um Geld geht … Kabarett! Eine Ratgeberveranstaltung auf die Frage: Wie werde ich reich und unglücklich?

Wann und wo:
Dienstag, 05. April 2016,
19 Uhr, Saal 1

06. April: Philosofa - Gespräche im Sprockhöveler Salon

PhiloSofa - Gespräche im Sprockhöveler Salon

„Salons“ waren ein faszinierendes Phänomen der europäischen Kultur. Über mehrere Epochen mit verschiedenen Blütezeiten trafen sich Bürgerstöchter, Adelige, DichterInnen, Lebedamen und PhilosophInnen. Im Mittelpunkt der meist zweckfreien und zwanglosen Zusammenkunft stand eine Frau - eine Saloniere. Die "Damen" waren originell und das Ausmaß ihres Einflusses ist für uns heute unvorstellbar. Die "Gäste" aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten – teils jüdischer und christlicher Religion – kamen, stritten, kritisierten, klatschten, lasen vor und diskutierten.

Mal ernsthaft oder leicht, mal spöttisch oder gebildet. Mit Tiefsinn oder Witz, immer aufgeschlossen und tolerant. Wer reden konnte, vertrat seine Meinung.

Thema an diesem Abend: „Ein Leben im Schlaraffenland?“

Leben wir in einer Überflussgesellschaft, einer Konsumgesellschaft oder einer Weg-werfgesellschaft? Dinge zu kaufen gibt es im Überfluss, viel zu viele wahrscheinlich. Brauchen wir alles, was wir kaufen? Wie bestimmt diese Riesenmenge an "verführerischen Waren unser Leben – und wieviel Zeit verbringen wir damit, aus dem Angebot eine gute Wahl zu treffen? Wie gehen wir mit der Ambivalenz um: auf der einen Seite dieser Luxus des Angebots- auf der anderen Seite die Frage nach dessen Notwendig-keit und wirklichem Nutzen. Und die Riesenberge von Weggeworfenem, so gut wie noch nie Gebrauchtem? Allein die Mengen an Lebensmitteln, die täglich im Müll langenden, die fast neuen Kleidungsstücke im Altkleidercontainer, schrottreife Geräte und Maschinen, für die es schon nach kurzer Lebensdauer keine Ersatzteile mehr gibt …

Wann und wo:
Mittwoch, 06. April 2016,
19 Uhr, Bistro

Bitte beachten: Die Veranstaltung ist nur für Frauen!

12. April: Musik à la carte mit Dr. Mojo (in der Kneipe)

Musik à la carte
Klaus Stachuletz ist Dr. Mojo (solo)

...und präsentiert Blues, Folksongs & Oldies – vom Publikum individuell zusammengestellt. Klaus Stachuletz – bestens bekannt vom Duo „Dr. Mojo“ – singt und spielt die vom Publikum ausgewählten Titel und gestaltet so ein einmaliges Konzerterlebnis. Zu den einzelnen Songs gibt es unterhaltsame Geschichten und kurzweilige Interaktion mit dem Publikum.

Mit zahlreichen Auftritten, darunter auch internationale Festivals, ist „Dr. Mojo“ mittlerweile einer der beliebtesten Blues & Arcustic-Acts in und aus Nordrhein-Westfalen. Dabei bleibt der sympathische Musiker stets geerdet und spielt gerne auch mal in einer Kirche, einem Krankenhaus, einem Biergarten oder bei einem privaten Hauskonzert. Das Motto des Vollblutmusikers: die Seele baumeln lassen im ganz speziellen Mojo-Feeling.

Wann und wo:
Dienstag, 12. April 2016,
19.30 Uhr, in der Kneipe

19. April: Lieder der Arbeiterbewegung (im Bistro)

Der Traum von einer besseren Welt…
Lieder der Arbeiterbewegung mit Karin Meißner und Wolfgang Buchholz

Spuren der Auseinandersetzungen um Veränderungen „von unten“ sind als Lieder vorhanden. Die „ Wut- und Mutbürger“ der Vergangenheit haben sie uns hinterlassen. Dieser Schatz an Erfahrungen mit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen wartet darauf, von uns entdeckt zu werden. Genau darum soll es in den Liederabenden gehen. Bekannte und weniger bekannte Lieder gemeinsam singen, etwas für den Kopf und das Gefühl. Volkslieder in ihrem eigentlichen Sinn – eben Lieder des Volkes. Im Gegensatz zur „Volksmusik“ wollen diese Lieder nicht nur das Gefühl ansprechen, nur „etwas fürs Herz“ sein, sondern stehen für den Willen zur Veränderung der gesellschaftlichen Zustände, indem sie den Kopf genauso ansprechen.

Der Schwerpunkt unserer Liederabende wird auf den Liedern, die in den sozialen Bewegungen seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden sind, liegen. In Arbeitskämpfen entstehen immer wieder neue Lieder, von denen viele es wert sind, weiter gesungen zu werden, so wie die Lieder der Friedensbewegung der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Neuere Lieder wie z.B. „Unsere Chance - Resistance“ von Bernd Köhler, „Clandestino“ von Manu Chao oder „Aller Herren Länder“ von Heinz Rudolf Kunze gehören dazu. Auch Lieder aus dem Mittelalter, den Bauernkriegen oder der bürgerlichen Revolution von 1848, sowie unsere Lieder aus der Zeit des spanischen Bürgerkrieges und dem Kampf gegen den Hitlerfaschismus wollen wir dabei nicht vergessen. Dazu werden noch Schlagerumdichtungen, die oft in Arbeitskämpfen entstehen und populäre Lieder aus dem anglo-amerikanischen Raum kommen.

Wir wollen, begleitet von Gitarre und Melodika oder Blockflöte, gemeinsam mit den Besuchern der Liederabende diesen musikalischen Schatz heben. Es sollen fröhliche Abende werden, ohne erhobenen Zeigefinger und zu viel Ernsthaftigkeit, auf einem musikalischen Niveau, das Spaß macht.

Wann und wo:
Dienstag, 19. April 2016,
19 Uhr,
im Bistro

26. April: Blues tut gut mit "Blues 66" (in der Kneipe)

Blues tut gut: Duo „Blues 66"

Man muss nicht aus dem Mississippi Delta kommen, um die Genehmigung für den Blues zu erlangen. Der Blues, er lebt überall auf der Welt, auch in den Baumwollplantagen des linken Niederrheins. Das Acoustic Duo "Blues 66" (Wolf "Guitar" und "Howling" Sven) spielt geschmeidigen Blues, der in Finger, Füße und Herz geht. Wolf Guitar und Howling Sven lassen den Blues Train starten und nehmen ihre Besucher mit auf die Reise. Vom Mississippi Delta über New Orleans und Hamburg kommen sie zu verschiedenen Anlässen an unterschiedlichsten Orten vorbei. Unterwegs spielt das Acoustic Duo Rhythm & Blues vom Feinsten. Es gibt Ur-Blues, an dem auch Muddy Waters, John Mayall und Eric Clapton & Co. ihre Freude hätten und viele viele eigene Kompositionen - mit deutschen und englischen Texten. Gitarre, zweimal Gesang, Bluesharp, Saxophon und Querflöte vermitteln die Bluesstimmung, die glücklich macht und den Alltagsstress vergessen lässt.

Wann und wo:
Dienstag, 26. April 2016,
19.30 Uhr,
in der Kneipe

27. April: Themenabend zu Burnout und Co. (im Konferenzraum)

Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Thema:
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch… immer mehr Weicheier und Heulsusen?

Psychische Erkrankungen, Burnout-Syndrom, Erschöpfungszustände haben in unserer (Leistungs-)Gesellschaft Platz genommen. Gemeinsam mit unserer Kollegin Eva-Maria Böttcher, Bildungsreferentin des Bildungszentrums wollen wir uns mit Geschichten, Gelesenem, Gehörtem, Gesehenem zum Thema beschäftigten.

Auch wenn es um ein ernstes Thema geht, findet sich neben Nachdenklichkeit auch der Spaßfaktor wieder.

Wann und wo:
Mittwoch, 27. APRIL 2016,
19 Uhr,
im Konferenzraum

01. Mai: Mai-Kundgebung und Kulturfest in Gevelsberg

1. Mai 2016 - Der eigene Feiertag

Der Beschluss des Pariser Kongresses, den Kampf um den Acht-Stunden-Tag als internationale Aktion zu führen, fiel mitten in die größte Streikwelle hinein, die das Deutsche Reich bis dahin erlebt hatte. Bis Dezember 1889 hatten 18 Gewerkschaften ihre Absicht erklärt, am kommenden 1. Mai zu streiken.

Als die Maifeier vorbereitet wurde, galt in Deutschland noch das Sozialistengesetz. Die sozialdemokratische Partei, der viele Gewerkschafter nahe standen, war zwar zu den Reichstagswahlen zugelassen, aber als Organisation verboten. Die Unternehmerverbände drohten für den Fall von Streiks am 1. Mai mit Aussperrungen, Entlassungen und Schwarzen Listen. Wer darauf geriet, brauchte sich in seiner Gegend um Arbeit nicht mehr zu bemühen. Trotz drohender Sanktionen beteiligten sich am 1. Mai 1890 in Deutschland etwa 100.000 Arbeiterinnen und Arbeiter an Streiks, Demonstrationen und sogenannten "Maispaziergängen".

„Zeit für mehr Solidarität – Viel erreicht und noch viel vor!" lautet das 1. Mai-Motto in diesem Jahr. Für den DGB ist Solidarität einer der gesellschaftlichen Grundwerte. „Solidarität" steht für einen starken Sozialstaat. Mit seinen Plakatmotiven zeigt der DGB, wo solidarisches Handeln gefordert ist – von der Unterstützung von Flüchtlingen bis zur Chancengleichheit in der Bildung.

Wann und wo:
Mai-Kundgebung und Kulturfest
in Gevelsberg ab 10 Uhr, Vendomer Platz

03. Mai: Countryrock aus NRW mit "Free Bears" (in der Kneipe)

Musik in der Kneipe : FREE BEARS
Americana meets Rock’n’Roll



Carsten Aufermann an den Drums, Jörg Schubert an den Steelguitars, Hermann Gauss am Bass und G. Foxman an der Leadgitarre und den Vocals, was kann da noch schief gehen? Party ist angesagt, Bewegung. Schüttelt die alten Knochen und wackelt mit dem Hintern! Bei den FREE BEARS sind moderne und rockige Einflüsse absoluter Bestandteil der Musik, es bleibt bei den Roots, der Countrymusik, Hillbilly, Honky Tonk , dem Rock n Roll, dem Rhythm and Blues, dem Rockabilly, etwas Folk noch dazu, eine wilde Melange aus eigenen und gecoverten Stücken, wir nennen das Ganze einfach Americana.

Wilder amerikanischer Countryrock aus NRW: Nimm dir ein Bier und hör zu, was dir die Songs erzählen. Autos, Gitarren, Mädels, Spaß, Probleme mit dem Rest der Welt, Trucks, Eisenbahnen, Erinnerungen, Aussichten, alles ist dabei.

Wann und wo:
Dienstag, 03. Mai 2016,
19.30 Uhr,
in der Kneipe

11. Mai: Jiddische Arbeiterlieder - Musik mit „Meschuggene Mischpoche" (Saal 1)

„Hammerklang und Heijm" - Jiddische Arbeiterlieder
Musik mit „Meschuggene Mischpoche"

Der Schwerpunkt der Vorstellung liegt auf der Tradi-tion der jiddischen Arbeiterbewegung. Durch den entsetzlichen Schrecken des Dritten Reiches und seine Folgen ist fast in Vergessenheit geraten, wie stark das Ostjudentum neben der ländlichen Stetl-Kultur von einer selbstbewussten Fabrikarbeiterschaft geprägt war.

Sie organisierte sich in Polen, Litauen und Russland im "Algemeiner jiddischer Arbeter Bund" und entwickelte über Jahrzehnte hin-weg einen überaus reichhaltigen Schatz von Liedern.
Der bedeutendste Künstler dieser Szene war der Krakauer Arbeiterdichter Mordechaj Gebirtig. Seine Werke sind wie kleine Theaterstücke, in denen er milieugenau den Alltag der Menschen im Krakauer Viertel Kazimierz mit liebevollem Augenzwinkern einfängt.

Durch ihre gekonnt humorvolle Vortragsweise verleiht Ulla Krah der allgegenwärtigen Melancholie dieser Lieder eine unnachahmlich köstlich-heitere Jiddischkeit. Keine Angst dabei vor dem Jiddischen – es ist ganz einfach: "Vorwärts" heißt forverts, "Freiheit" heißt frayhayt, "Volk" ist folk und "Herz" ist harts, und schließlich - libe blajbt libe!

Wann und wo:
Mittwoch, 11. Mai 2016,
19 Uhr,
Saal 1

24. Mai: Musik à la carte mit Dr. Mojo (in der Kneipe)

Musik à la carte
Klaus Stachuletz ist Dr. Mojo (solo)

...und präsentiert Blues, Folksongs & Oldies – vom Publikum individuell zusammengestellt. Klaus Stachuletz – bestens bekannt vom Duo „Dr. Mojo“ – singt und spielt die vom Publikum ausgewählten Titel und gestaltet so ein einmaliges Konzerterlebnis. Zu den einzelnen Songs gibt es unterhaltsame Geschichten und kurzweilige Interaktion mit dem Publikum.

Mit zahlreichen Auftritten, darunter auch internationale Festivals, ist „Dr. Mojo“ mittlerweile einer der beliebtesten Blues & Arcustic-Acts in und aus Nordrhein-Westfalen. Dabei bleibt der sympathische Musiker stets geerdet und spielt gerne auch mal in einer Kirche, einem Krankenhaus, einem Biergarten oder bei einem privaten Hauskonzert. Das Motto des Vollblutmusikers: die Seele baumeln lassen im ganz speziellen Mojo-Feeling.

Wann und wo:
Dienstag, 24. Mai 2016,
19.30 Uhr, in der Kneipe

25. Mai: Themenabend zu Burnout und Co. (im Konferenzraum)

Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Thema:
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch… immer mehr Weicheier und Heulsusen?

Psychische Erkrankungen, Burnout-Syndrom, Erschöpfungszustände haben in unserer (Leistungs-)Gesellschaft Platz genommen. Gemeinsam mit unserer Kollegin Eva-Maria Böttcher, Bildungsreferentin des Bildungszentrums wollen wir uns mit Geschichten, Gelesenem, Gehörtem, Gesehenem zum Thema beschäftigten.

Auch wenn es um ein ernstes Thema geht, findet sich neben Nachdenklichkeit auch der Spaßfaktor wieder.

Wann und wo:
Mittwoch, 25. Mai 2016,
19 Uhr,
im Konferenzraum

31. Mai: Cantaton Theater Erbach - Literatur im Exil (Saal 1)

Cantaton Theater Erbach mit Dr. Burghard Engel:
"Literatur im Exil"


Als 1933 in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht kamen, verließen Intellektuelle in großer Zahl das Land, darunter auch viele Schriftsteller, namhafte und unbekannte. Frankreich (Paris, Nizza, Sanary-sur-Mer) war für viele von Ihnen die erste Station auf ihrer Reise. Zuhause verleumdet und ausgebürgert führten die meisten von ihnen ihr Leben im Exil in existentiellen Nöten. Fast alle litten an Heimweh und unter dem Verlust ihrer muttersprachlichen Umgebung.

Zwischen Hoffnung und Resignation schwankend beschreiben die Autoren in Prosa und Lyrik ihr Schicksal und kommentieren die politische und kulturelle Entwicklung im faschistischen Deutschland. So wurde die „Exilliteratur" zu einem einzigartigen, ergreifenden Teil der deutschen Literaturgeschichte.

Das Cantaton Theater mit Burkhard Engel (Rezitation, Gesang, Gitarre) zeigt in einer mit Musik verbundenen Lesung eine Auswahl literarischer Zeugnisse jener Zeit.


Wann und wo:
Dienstag, 31. Mai 2016,
19.00 Uhr,
Saal 1

07. Juni: Folk mit Craig und Mat (in der Kneipe)

Musik in der Kneipe mit "Craig & Mat"

Das schottisch-deutsche Duo Craig & Mat spielt einen Mix aus Folk und Pop. Coversongs, Instrumentals und eigene Songs werden darin spannend im Unplugged-Sound arrangiert. Beide Musiker spielen mehrere Instrumente und singen. Die professionelle Bühnenpräsenz sowie die hörbare Spielfreude treffen immer wieder auf begeistertes Publikum.

Wann und wo:
Dienstag, 07. Juni 2016,

19.30 Uhr,
in der Kneipe

14. Juni: Kabarett mit Michael Feindler (Saal 1)

„Das Lachen der Ohnmächtigen"
Kabarett nach Versmaß mit Michael Feindler

Michael Feindler ist laut Süddeutscher Zeitung „einer, der frischen Wind in die Szene bringt und sie irgendwann ordentlich aufmischen könnte". Seit Jahren hält der Lyriker unter den Kabarettisten hartnäckig an der Behauptung fest, man dürfe dem Publikum ruhig etwas mehr zutrauen – in Hinblick auf Denkleistung, Schmerzgrenze und Empfindsamkeit. Die Zuschauerreaktionen geben ihm Recht.

Ein Europäer, der an Land
der Insel Lampedusa stand,
bemerkte zu der Flüchtlingsnot:
„Wir sitzen nicht im selben Boot."

Mit seinem dritten Soloprogramm „Das Lachen der Ohnmächtigen" legt der Wahl-Berliner erneut ein kompromissloses Stück Kabarett vor, das scharf und gleichzeitig feinfühlig, augenzwinkernd und doch melancholisch daherkommt. Er reimt, singt, stellt fest – und das wie immer auf seine ganz eigene Art, die selbst dann noch harmlos wirkt, wenn die wortgewaltige Waffe längst geladen ist.

Michael Feindler macht in seinem neuen Bühnenprogramm deutlich: Jetzt geht es um das nackte Überleben. Kritik an den Verhältnissen zahlt sich nicht aus, eine Nahrungsmittelspekulation hingegen schon. Verdaulicher wird diese Feststellung durch eine feine lyrische Note und zarte musikalische Töne.

Wann und wo:
Dienstag, 14. Juni 2016,
19 Uhr,
Saal 1

15. Juni: Themenabend zu Burnout & Co. (im Konferenzraum)

Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Thema:
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch… immer mehr Weicheier und Heulsusen?

Psychische Erkrankungen, Burnout-Syndrom, Erschöpfungszustände haben in unserer (Leistungs-)Gesellschaft Platz genommen. Gemeinsam mit unserer Kollegin Eva-Maria Böttcher, Bildungsreferentin des Bildungszentrums wollen wir uns mit Geschichten, Gelesenem, Gehörtem, Gesehenem zum Thema beschäftigten.

Auch wenn es um ein ernstes Thema geht, findet sich neben Nachdenklichkeit auch der Spaßfaktor wieder.

Wann und wo:
Mittwoch, 15. Juni 2016,
19 Uhr,
im Konferenzraum

21. Juni: Musik in der Kneipe mit „Four Fiddlers“

Musik in der Kneipe mit „Four Fiddlers"
World Wide Fiddle

Geigenmusik aus Schweden, fetzige Reels und Jigs aus Irland, amerikanischer Bluegrass, Schweizer Stubenmusi, ungarische Zigeunermusik, rumänische Sirbas und bayrische Zwiefache: Unterstützt von Gitarre oder Akkordeon oder auch als reines Streichquartett, nehmen die Fiddlers den Zuhörer mit auf eine faszinierende Reise quer durch die vielfältige und facettenreiche Welt der Geigenmusik Europas und Amerikas.

"Four Fiddlers:" das sind vier Musiker, die alle in anderen Formationen die erste Geige spielen und sich in diesem Projekt zusammengetan haben, um sich ganz der Geigenmusik Europas und Nordamerikas zu widmen.

Wann und wo:
Dienstag, 21. Juni 2016,
19.30 Uhr,
in der Kneipe

29. Juni: Philosofa - Gespräche im Sprockhöveler Salon

PhiloSofa - Gespräche im Sprockhöveler Salon

„Salons“ waren ein faszinierendes Phänomen der europäischen Kultur. Über mehrere Epochen mit verschiedenen Blütezeiten trafen sich Bürgerstöchter, Adelige, DichterInnen, Lebedamen und PhilosophInnen. Im Mittelpunkt der meist zweckfreien und zwanglosen Zusammenkunft stand eine Frau - eine Saloniere. Die "Damen" waren originell und das Ausmaß ihres Einflusses ist für uns heute unvorstellbar. Die "Gäste" aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten – teils jüdischer und christlicher Religion – kamen, stritten, kritisierten, klatschten, lasen vor und diskutierten.

Mal ernsthaft oder leicht, mal spöttisch oder gebildet. Mit Tiefsinn oder Witz, immer aufgeschlossen und tolerant. Wer reden konnte, vertrat seine Meinung.

Thema an diesem Abend: „Frauen auf der Flucht“

Aufgrund vieler lebensbedrohender Krisen in der Welt suchen Menschen in Europa einen neuen Ort, an dem sie und ihre Familien friedlich leben können. Über die Presse erfahren wir über die schwierigen Wege der Flüchtlinge, über politische Maßnahmen der Unterbringung und Integration. Viel zu wenig erfahren wir über die Schicksale der Menschen, die nach Deutschland kommen, besonders die der Frauen.

Wann und wo:
Mittwoch, 29. Juni 2016,
19 Uhr, Bistro

Bitte beachten: Die Veranstaltung ist nur für Frauen!