10. Migrationskonferenz (Spotlight II)

Willkommen im Vielvölkerstaat NRW!

04.04.2014 | ... so grüßte IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler die Konferenz:  "138 Nationen leben allein in Dortmund, 1,9 Millionen Menschen haben in Nordrhein-Westfalen keinen deutschen Pass und 4,3 Millionen – also  jeder vierte Mensch in NRW – hat einen sogenannten Migrationshintergrund."
 


Für den IG Metall-Bezirksleiter belegen die derzeitig stattfindenden Betriebsratswahlen einmal mehr, wie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gelingen kann. Giesler: "In den Betrieben können alle Beschäftigten, egal welchen Pass sie besitzen, aktiv und passiv ihre Interessenvertretung wählen. Schon seit vielen Jahren gibt es in zahlreichen Betriebsratsgremien erfolgreiche Betriebsräte mit Migrationshintergrund – ob mit oder ohne deutschen Pass. Sie engagieren sich täglich für die Belange aller Beschäftigten im Betrieb ohne auf die Staatsangehörigkeit zu achten."

Aus seiner Sicht, ist die IG Metall ohne das Engagement und die Kraft dieser Menschen genauso wenig denkbar, wie die Zukunft der gesamten Gesellschaft. So plädiert er auch für eine generelle Abschaffung des Optionszwangs und ein einfach und klar geregeltes Recht zur doppelten Staatsbürgerschaft. Dazu Giesler: „Der Optionszwang muss generell abgeschafft werden. Unnötige Beschränkungen sind für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund hinderlich. Die aktuellen Betriebsratswahlen zeigen: Integration funktioniert am besten dort, wo die Gleichstellung von Menschen ohne jegliche Hürden umgesetzt wird“. Aus seiner Erfahrung heraus unverzichtbar: Mehr Präsenz und kulturelle Vielfalt auch und gerade unter betrieblichen Führungskräften, auch in Betriebsräten und Gewerkschaften.

Weiterhin sprach er sich für die vereinfachte Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse und verstärkte Investitionen in Aus-und Weiterbildung aus. Strategisch sei mit Blick auf kommende Tarifrunden zu prüfen, wie dazu konkrete Teilforderungen, auch in neu auszuhandelnden Tarifverträgen unterzubringen sind.

> Hier die Pressemitteilung des Bezirks NRW 


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