24-Stunden-Streiks

Das soll - und das darf - ruhig wehtun!

01.02.2018 | Erstmals wendet die IG Metall in dieser Woche bundesweit das Mittel der 24-Stunden-Streiks an. Die IG Metall erprobt damit ein neues Kampfinstrument und verschärft damit deutlich die Gangart im Streit um höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten. Das Ziel: die ernsthafte Kompromissbereitschaft seitens der Arbeitgeber bei den aktuellen Tarifverhandlungen in der Metall und Elektroindustrie. Während die IG Metall erfolgreich mobilisiert, versucht Gesamt-Metall den Klageweg.

Erfreulich: das Arbeitsgericht Krefeld hat gestern die Rechtmäßigkeit der IG Metall-Forderung sowie die Verhältnismäßigkeit der ganztägigen Warnstreiks festgestellt. Das Gericht bestätigte damit die Haltung der IG Metall, dass Beschäftigte, die sich an Arbeitskampfmaßnahmen beteiligen, ihr Grundrecht auf Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und das im Grundgesetz verankerte Streikrecht wahrnehmen.

Gelungen: Am Auftakt der ganztägigen Warnstreiks nahmen - laut Meldungen der IG Metall - bundesweit mehr als 68.000 Beschäftigte in über 80 Betrieben teil - und die Aktionen gehen weiter. Dazu IGM Vorsitzender Jörg Hofmann: "Unser Ziel ist weiterhin ein Ergebnis ohne Flächenstreiks. Eine Lösung kann es aber nur geben, wenn die Arbeitgeber bei allen drei Themen nachlegen: beim Geld, beim Anspruch auf eine befristete Arbeitszeitverkürzung und beim Entgeltzuschuss für Beschäftigte in familiären oder beruflichen Belastungssituationen."

Auch Beschäftigte des Bildungszentrums Sprockhövel unterstützten gestern Abend in Gevelsberg den 24-Stunden-Streik - gerne und engagiert - vor der Dieckerhoff Guss GmbH. Am 05. Februar gehen die Metall-Tarifverhandlungen für den Bezirk Baden-Württemberg in die nächste Runde. Aktuelle Infos >hier.


Vorschau

Bilderstrecke: 24-Stunden-Streik vor der Diekerhoff Guss GmbH. / Quelle: Thomas Range

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