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"Everything is art. Everything is politics"


13.06.2019 | So brachte der international bekannte chinesische Gegenwartskünstler Ai Weiwei seine Arbeitsweise auf den Punkt. "Alles ist Kunst, alles ist Politik" ist das Leitmotiv seiner bisher größten Ausstellung in Europa, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen derzeit gleichzeitig im K20 und im K21 in Düsseldorf zeigt.
  • Ein lohnender Ausflug am Rande Eures Seminars im BiZ Sprockhövel. Eine Kunst, die gesellschaftliche Verhältnisse genauso kritisch hinterfragt wie den Einzelnen. Eine großartige Ausstellung, die nicht nur den Kopf bewegt, sondern auch die Seele.

Weltkunst an der Schnittstelle zwischen Wirklichkeit und Internet
Raumfüllende Arbeiten und großflächige Bildtapeten verwandeln die Museumsräume in dichte, begehbare Installationen. Die enge Verklammerung von politischem Engagement und künstlerischer Arbeit im Werk dieses bedeutenden streitbaren Künstlers lässt die Widersprüche unserer Gegenwart plastisch werden. Die monumentalen Kunstwerke des Konzeptkünstlers beziehen Stellung, halten uns einen historischen Spiegel vor und nutzen die sozialen Medien zur lebendigen Kommunikation. Seine Themen als Künstler und Mensch:

Flucht und Freiheit, Menschenrechte, Leid und Hoffnung
Die Arbeiten sind Plädoyers für gemeinsames Handeln, Hoffnung und Humanität - ob in China, hierzulande oder weltweit. Ai Weiwei, 1957 in Beijing geboren, lebt heute in Berlin. Dabei ist er weltweit unterwegs und wird als Künstler, Architekt, Kurator Filmregisseur und Fotograf international gefeiert.

Seine in New York in den 1980er Jahren gewonnenen Eindrücke von Konzeptkunst und Pop Art hat er für seine ganz eigene Kunst und Arbeitsweise fruchtbar gemacht. Idee und Herstellung seiner Kunstwerke sind dabei eins. Meist sind Tausende von Handwerkern an seinen aufwendigen Arbeiten beteiligt - oft über Jahre.

Ein Plädoyer für kollektive Erinnerung und Solidarität
Dabei verarbeitet Ai Weiwei seine ganz persönlichen Erfahrungen von Armut und Verfolgung, Dissidententum und Gefängnis genauso wie das aktuelle Erleben von Flüchtlingen an den Schengen-Grenzen Europas oder das Verschwinden alter Handwerkstechniken im modernen China. Im Fokus seiner Arbeiten steht dabei nicht der Applaus und die Zustimmung der Kunstkritik sondern ein verständlicher Dialog mit dem Publikum.

Und der gelingt! Seine Arbeiten sind unbequem und provokant. Aber vor allem machen sie Mut. Den nötigen Mut, um sich politischer Ohnmacht und regierender Unmenschlichkeit nicht einfach hinzugeben.


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