Und noch ein Geburtstag

Der Acht-Stundentag wird 100 Jahre alt


23.11.2018 | Im November 1918 haben Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften in Deutschland erstmals einen Vertrag geschlossen, der unter anderem die tägliche Arbeitszeit auf acht Stunden begrenzte. Der Acht-Stunden-Tag - erst die Novemberrevolution 1918 machte ihn möglich.

Die Forderung nach dem Acht-Stunden-Tag stand seit den 1830er-Jahren auf der Agenda der Arbeiterbewegung, seit dem Genfer Kongress der Internationalen Arbeiter-Assoziation 1866 als allgemeine Forderung der Arbeiterklasse weltweit. Die immer hart umkämpfte Arbeitszeitfrage bleibt dabei bis heute letztlich das, was sie schon immer war: eine Frage der Macht. Das gilt auch in Zeiten von Digitalisierung und Flexibilisierung, (unbezahlter) Überstunden und Arbeitszeitverdichtung.

Auf Grundlage des von Metallerìnnen in diesem Jahr erstrittenen Tarifvertrages wollen übrigens 190 000 Beschäftigte, die Angehörige pflegen, in Schicht arbeiten oder Kinder betreuen, im nächsten Jahr lieber acht zusätzliche Tage frei statt Geld. Dies zeigten erste Zwischenergebnisse einer Befragung der IG Metall unter Betriebsräten in 1400 von 2800 Unternehmen.

Blick zurück nach vorne: Der WDR widmet der Einführung des Acht-Stunden-Tages -
im Deutschland vor 100 Jahren - heute die Radio-Sendung "Zeitzeichen".


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