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Deutsche Flagge für die Aquarius - jetzt handeln!


24.10.2018 | Die Aquarius ist seit 31 Monaten im zentralen Mittelmeer im Einsatz und hat in mehr als 230 Rettungseinsätzen 29.523 Menschen gerettet. In den letzten Monaten wurde mit allen politischen Mitteln gezielt versucht, die Rettungseinsätze der Aquarius zu stoppen und das Handeln der Seenotretter zu kriminalisieren. Auf der Veranstaltung "Respekt! Reloaded!" im Bildungszentrum Sprockhövel berichtete Verena Papke von der Seenotrettungsorganisation SOS Mediterranée eindrucksvoll über die Arbeit der Aquarius und aus dem Bordtagebuch, in dem Menschen über ihre dramatischen Fluchterlebnisse berichten. Dazu Verena Papke; "Die Menschen, die wir an Bord nehmen, sind gefoltert, schwer traumatisierte und schon lange nicht mehr daran gewöhnt, mit Würde behandelt zu werden." Statt diese Arbeit zu unterstützen, werden die massiven Behinderungen der zivilen Seenotretter immer schimmer und der politische Zynismus staatlicher Repräsentant*innen zügelloser. Dazu Papke: "Es besteht die Pflicht zur Seenotrettung, die erst beendet ist, wenn die Leute sicher an Land sind. Aber es fühlt sich einfach niemand mehr zuständig und das Sterben auf dem Mittelmeer geht weiter. Wir haben die begründete Angst, dass keiner mehr mitkriegt, das da draußen Menschen gerettet werden können, aber nicht gerettet werden dürfen."

Wir verurteilen den politischen Willen, Retter*innen und humanitäre Helfer*innen zu kriminalisieren.
In den letzten Monaten wurden Seefahrer*innen und die Rettungsteams der zivilen Rettungsschiffe Zeug*innen todbringender politischer Entwicklungen im zentralen Mittelmeer. Diese Entwicklungen sind sowohl mit internationalem Recht, als auch mit dem Seerecht unvereinbar. Zivile Rettungsschiffe werden daran gehindert, Leben zu retten. Die Pflicht, Menschen aus Seenot zu retten, wird ignoriert; Solidarität und Menschlichkeit wird kriminalisiert. Höhepunkte: der Entzug der maltesischen Flagge für die Aquarius, die derzeit (noch) unter panamaischer Flagge fährt und die, ohne bisherige Stellungnahme und Resonanz, für das Schiff die deutsche Flagge beantragt hat.

Die humanitäre Notlage im Mittelmeer ist nach wie vor ungelöst und dramatisch,
Es ist an der Zeit, dass das Retten von Menschenleben Vorrang, vor jeglichen politischen oder ideologischen Erwägungen, hat. Mehr denn je sind die Menschen in Europa dazu aufgerufen, sich gemeinsam zu mobilisieren, das Grundrecht auf Leben zu verteidigen und zu helfen. Die Kriminalisierung von Seenotrettung ist pure Barbarei und verzichtet auf geschriebenes Recht und ungeschriebene Tradition jedweder menschlicher Zivilisation und Humanität.

Wir müssen handeln! Für die Aquarius und zivile Seenotrettung!
Unterstützt die wichtige Arbeit der Aquarius mit Spenden (auch als Unternehmen), einer eigenen Fördermitgliedschaft, Öffentlichkeitsarbeit sowie die persönliche Unterzeichnung und Weiterverbreitung ihrer aktuelle poitischen Petition.


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