Neues aus dem Teamseilgarten

Toller Start-up für Azubis der Friedrich Wilhelms-Hütte

31.08.2017 | Unter Leitung von Rainer Hammelsbrock, Ausbildungsleiter in der Friedrich Wilhelms-Hütte GmbH (FHW) in Mülheim reisten zu Beginn der letzten Augustwoche die neuen Auszubildenden im IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel an.

Ziel des Ausflugs: ein Einführungsseminar bei dem sich die "Neuen" schnell und gut kennenlernen. Das pfiffige FHW-Format für den jeweils neuen Azubi-Jahrgang in der FHW-Eisenguß GmbH wurde 1999 als Idee bei Thyssen aufgegriffen. Das seitdem immer weiter entwickelte und gut erprobte Seminar zeichnet sich durch ein klares Konzept aus: dazu gehören feste Lernmodule, das große Engagement der Ausbilder und dazu der jährliche Standortwechsel. Schließlich soll auch bei den Macherìnnen keine bloße Routine aufkommen.

Die Besonderheiten des FWH-Konzepts:

  • Das Seminar findet - bewusst - noch vor (!) dem eigentlichen Ausbidungsbeginn statt.
  • Die körperlichen, mentalen und gefühlten Erfahrungen in einem Kletter- und Teamseilgarten sind das zentrale Kernstück des Seminarangebots.
  • Ein Ausflug in die historische Arbeitswelten - entlang der "Route der Industriekultur" - gehört fest ins Programm.
  • Genauso; der Grillabend an dem - traditionell - alle Ausbilder, die Betriebsratsvorsitzenden (und die JAV)
    sowie der Personalleiter von FHW mit zu Gast sind.

Am Ende des 2 1/2 Tage- Seminars steht schließlich eine kleine Gruppenarbeit bei der sich die Azubis auch berufsbezogen bewähren. Gewertet wird dabei eben nicht nur die Einzelleistung - was zählt ist das Ergebnis als Team. Und das wächst in den zwei Tagen sichtlich ;-) zusammen:


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Bilderstrecke: Teambuilding im Seilgarten (alle Bilder Thomas Range/gfp)

"Be an early bird!" - Ein klarer Platzvorteil für alle!
Das Seminar für die neuen Azubis findet bei FHW grundsätzlich noch vor dem ersten Berufschul- bzw. Ausbildungstag im Betrieb statt. Dieser frühe Termin ist aus Sicht von Rainer Hammelsbrock entscheidend: "Verpasst man den richtigen Zeitpunkt, haben sich die "Clübchen" doch später schon längst gefunden. Erfolgt dagegen eine frühe und wirklich emotionale Begegnung der Neuen, bringt das unseren Azubis große Vorteile. Deshalb terminieren wir unsere Einführung auf die Woche, bevor es eigentlich losgeht. Wenn unsere "Neuen" zum ersten Mal in der Berufsschule und im Betrieb auftauchen, dann nicht unsicher und vereinzelt. Im Gegenteil: man kennt sich schon und kann deshalb viel selbstbewusster auftreten, als Einzelner und als Gruppe. Das macht die Leute stark - und hilft gut reinzukommen."

Ab ins Grüne - "Teamwork ist Vertrauenssache"
In dem Einführungsseminar lernen sich Ausbilder und Azubis gut kennen: Wer hat welche Stärken? Wo entstehen Sympathien? Wo liegt Konfliktpotential? Wie tickt der/die Einzelne? Wie findet sich die Gruppe und wie fasst man Vertrauen ineinander? Besonders sichtbar wird das über die gemeinsame Aktivität im Teamseilgarten. Denn hier zählt nicht in erster Linie die individuelle Kondition. Es braucht halt auch die richtige Idee, das Zusammenspiel als Gruppe und die wechselseitige Unterstützung um wirklich ans Ziel zu kommen. Nach der gemeinsamen Anreise und einer kurzen Vorstellungsrunde geht es ohne Umschweife los: Unter Anleitung von Sepp Hofstetter, BiZ-Bildungsreferent und zwei weiteren eigens ausgebildeten BiZ-Trainern stellen sich an drei Stationen im Teamseilgarten diverse kniffelige Aufgaben. Die Fotos unserer Bilderstrecken zeigen, dass sich die angehenden Modellbauer, Gießereimechaniker und Zerspannungsmechaniker dabei auch "Outdoor und im Grünen" bewährten.

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Bilderstrecke: Vertrauenssache Teamwork (alle Bilder Thomas Range/gfp)

"Sprechenden Menschen kann geholfen werden!"
Das gilt auch und gerade beim Klettern. Ausbildungsleiter Rainer Hammelsbrock schwört auf den erlebnispädagogischen Wert dieser Arbeit: "Im Teamseilgarten lernt man schnell, gemeinsame Strategien zu entwickeln, alle Sinne und unterschiedliche Fähigkeiten einzusetzen, sich im richtigen Moment die Hand zu reichen. Dabei gilt es sich wechselseitig gut zu sichern
, gut zu kommunizieren und
aufeinander zu hören, auf den eigenen Körper und den Kletterpartner zu vertrauen."
Hammelsbrock hat seit 1999 jedes Jahr eine neue Location mit seinen jeweiligen Azubis besucht und erprobt. Bei einem eigenen Tagesseminar in Sprockhövel entschied sich der entsprechend erfahrene Ausbilder und Kletterfan diesmal gerne für den Standort Sprockhövel. "Aus meiner Sicht herrschen hier einfach ideale und vor allem ungestörte Bedingungen!" Schön, dies gerade aus seinem Mund bestätigt zu bekommen, denn dahinter steckt viel Erfahrung und die Kenntnis verschiedener Anbieter.

"Bildung baut Brücken - auch im Unternehmen!"
Überzeugt von dem Konzept zeigt sich auch Norbert Lechner, der neue Personalleiter und Öffentlichkeitsverantwortlicher in der Friedrich Wilhelms-Hütte Mülheim. Ihm gefällt vor allem die spielerische Art, mit der man im Teamseilgarten auch mit der Bedeutung von Sicherheit und Achtsamkeit vertraut gemacht wird: "Gerade in der Eisengießerei ist das Thema Unfallsicherheit groß zu schreiben. Wer wie ich, schon schlimme Unfälle kennengelernt hat, weiß dass es dabei um eine gute Ausstattung und klare Regeln, vor allem aber um Umsicht statt Selbstüberschätzung geht!" Lechner ist am zweiten Seminartag selbst gerne dabei und stellt in einem der Seminarmodule, die Struktur des Unternehmens vor und steht für die Fragen der Azubis bereit. Diese haben am Morgen
bereits zusammen die Henrichshütte Hattingen besucht. Ein historischer Rundgang durch die veränderten Arbeitsbedingungen und die Geschichte der Branche - früher und heute. Zu ihrer Begeisterung haben sie dabei sogar ein paar alte Schlackekübel mit dem FHW Firmen-Logo entdeckt, die auf Zugwaggons mit dem FHW-Logo montiert waren.

Den zweite Seminartag lassen die Azubis abends satt ausklingen - und das zusammen mit allen (!) künftigen Ausbildern, den Kollegen Janjevic und Lemler, Vorsitzende im FHW Betriebsrates sowie dem Personalleiter: ein Stück gelebte "betrieblicher Mitbestimmung" im direkten Erfahrungsaustausch - und das beim gemeinschaftlichen Grillen vor der Hütte am Sportplatz im IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel. Dass man so wichtige und tragfähige Brücken baut, zeigt sich am nächsten Morgen auch praktisch: In zwei Teams gilt es nach vorgeschriebenen Bedingungen (Länge, Tragekraft, Auf-und Abfahrtswinkel, etc.) aus fünf farbigen Bögen jeweils ein eigenes Brückenmodell zu bauen - und zu präsentieren. Die Aufgabe wurde in zwei munteren Teams und auf jeweils verschiedene erfolgreich gelöst. Lachen. Schulterklopfen. Und rege Stimmung auch beim anschließenden Mittagessen und in der Abschlussrunde. Auch aus Sicht der Azubis ist die Stimmung mit dem Beginn der Reise nicht zu vergleichen: "Wenn ich daran denke, wie wir alle am Montag noch eher schüchtern, abwartend und wortkarg zusammen im Bus saßen.".

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Bilderstrecke: Impressionen 1 (alle Bilder FHW / Hammelsbrock)

Das gemeinsame Fazit der FHW-Kollegen: So ein Ausbildungsstart ist wirklich eine "runde Sache!" - und hat sich als nachhaltige Erfahrung für alle gelohnt. Was uns natürlich besonders freut: "Fünf Sterne" von den Azubis für das IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel, den Klettergarten, die Zimmerausstattung, Bowlingbahn und Essen, sowie für das Thema Weiterbildung.

AUF WIEDERSEHEN UND BIS BALD:
WIR WÜNSCHEN ALLEN BETEILIGTEN EINEN GUTEN START IN IHRE AUSBILDUNG. GLÜCK AUF!


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Bilderstrecke: Impressionen 2 (alle Bilder Thomas Range/gfp

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