Finissage, aber kein Schlussstrich!

Gute Gründe zur Verlängerung unserer Ausstellung


03.06.2019 | Am 23. Mai - zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes und drei Tage vor der EU-Wahl - luden wir ein zur "offiziellen Finissage" unsere Ausstellung "4074 Tage - Tatorte der NSU" ein.

Doch anschließend fanden die Fotos fix wieder zurück an die Wände im EG des Seminargebäudes. Die inhaltlich erweiterte Ausstellung wird - bevor sie auf Reisen geht, um auch anderswo gezeigt zu werden – noch bis Anfang Juli im BiZ Sprockhövel präsent bleiben.

Für die Verlängerungsrunde gibt es drei aktuelle Gründe:

  • Zeit zu erinnern: Am 9. Juni 2019 ist der 15. Jahrestag des Nagelbombenattentats auf die Kölner Keupstraße. Dazu lädt am Pfingstsonntag um 13.00 h das Schauspielhaus Köln ins Mülheimer Depot 1 zu einer eintrittsfreien Podiumsveranstaltung ein. Dabei: Seda Başay-Yildiz (Anwältin aus Frankfurt) und Mehmet Daimagüler (Vertreter der Nebenklage).

    Im Anschluss öffnet die Interessengemeinschaft Keupstraße ihre Läden und Hinterhöfe zur nachbarschaftlichen Begegnung; exakt um 15.58 h will man dem Anschlag mit einer gemeinsamen Schweigeminute gedenken. Auch Metaller*innen sind herzlich dazu eingeladen.

  • Zeit für Analyse: Die aktuellen Ergebnisse der Europawahl erfordern eine sorgfältige Bilanz. Dazu gehört natürlich auch, dass sich in Italien, Frankreich, Polen, Großbritannien, Ungarn - und auch in Teilen Deutschlands - die rechtspopulistischen und nationalistischen Parteien als stärkste Kraft durchsetzten.
 

  • Zeit zu handeln: Fast ein Jahr nach dem NSU-Urteil warnt mittlerweile selbst der Präsident des Verfassungsschutzes vor zunehmender Gewaltbereitschaft in der rechten Szene. Und: Aktuelle Studien zeigen zudem, wie weit rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen bereits in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen sind.



Vorschau

Bilderstrecke: Bernd Röttgers/gfp – 25 Fotos

  • Sehenswert: Die Fotoausstellung "4074 Tage" bleibt ein guter Ort, um über diese und andere Dinge miteinander ins Gespräch zu kommen. Zudem wurde sie um eine aktuelle Plakat-Ausstellung von Pro Asyl unter dem Titel "Menschen & Rechte sind unteilbar" ergänzt. Die beim Vorstand beziehbare Plakatsammlung ist hinsichtlich Qualität und Machart, Preis und Platzbedarf übrigens auch bestens für den Aushang in Eurer Geschäftsstelle und Euren Betrieben geeignet.

  • Lesenswert! Am Ende der Ausstellung finden sich Literatur und Presseberichte, aktuelle Materialien der Initiative Respekt sowie ausgewählte Hintergrund-Infos zur diesjährigen 12. Bundesmigrationskonferenz der IG Metall, die im für alle IGM-Mitglieder zugänglichen Extranet (Rubrik Migration) ausgezeichnet dokumentiert ist. Einladen möchten wir Euch zudem zu einem persönlichen Eintrag ins Gästebuch der Ausstellung: Kommentare, Erfahrungsberichte sowie Hinweise auf eigene Aktionen sind ausdrücklich erwünscht.

Auf Anfrage und nach Möglichkeit organisieren wir für Seminare und Gäste des Hauses auch weiterhin gerne eine Ausstellungsführung. Zudem besteht die Möglichkeit, die Motive auch für eigene Zwecke auszuleihen. Kontakt: Gabriele.Reckhard@igmetall.de oder Eure Seminarleitung.

» Und hier ein Bericht zur "Finissage" am 23. Juni 2019
Zu Gast: Peter Bach und Kutlu Yurtseven, die uns authentisch über das Nagelbombenattentat und seine Folgen für die Menschen in der Kölner Keupstraße berichteten.

Bild: Bernd Röttgers/gfp

Aktuelles

Kampagnen

  •