Fridays for Future für ÖPNV

Wenn Klimaschutz und Arbeitskampf sich vereint


30.09.2020 | Uff, Corona und jetzt auch noch bundesweite Streiks im ÖPNV, den Kliniken und anderswo? Das erfordert viel Verständnis und auch Verständigung. Denn, da wo Bus und Bahn nicht fahren entsteht nicht nur Ärger und Frust, sondern auch mehr Stau: Wer aber ist eigentlich "schuld" am aktuellen Corona-Streik im Öffentlichen Dienst?

Klima-Aktivist*innen solidarisieren sich mit Warnstreiks

"Die Verbindung ist für UmweltaktivistInnen nicht ungewöhnlich, für GewerkschafterInnen aber durchaus Neuland", schreibt aktuell die TAZ und berichtet frohgelaunt über ungewöhnliche Allianzen zwischen Gewerkschafter*innen und Klimabewegung. Tenor: "Gewerkschaften und Umweltbewegung machten gemeinsamen Druck für bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV. Und das ist gut so!"

  • Ein Aktions-Beispiel: "Klimaschutz? Ich bin dabei. Meine Bahn ist jeden Tag voll", steht auf einem Plakat mit einem Foto der Straßenbahnfahrerin Susanne Friedrich aus Bremen. Das Motiv ist Teil einer (Plakat-)Kampagne der Ver-dianer*innen, die laut Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende von Verdi, die auch in den Tarifverhandlungen den Schulterschluss mit der Klimabewegung sucht.
  • Junger, selbstbewusster Support: In Berlin unterstütze "Friday for Future", aktiv und auf der Straße, die diesjährigen Arbeitkämpfe für die Lohnangleichung in Ost und West. Im Juli organisierte man gleich bundesweit einen gemeinsamen Aktionstag unter dem Motto "ver.di und Fridays for Future fahren zusammen" und die lokalen Kooperationen vertiefen sich seitdem an vielen Orten.
  • Zeit für eine echte Verkehrswende: Im ÖPNV darf nicht länger gespart werden, auch und grade nicht an den Beschäftigten! Genau deshalb unterstützt auch Fridays for Future die aktuelle ver.di-Tarifrunde im öffentlichen Nahverkehr der Komunen.

Ein guter Weg: Gemeinsamer Druck machen für richtige Ziele

Toll! Hier entstand wechselseitiges Vertrauen und Verständnis. Dabei verbinden sich nicht nur Interessen positiv, sondern auch unterschiedliche Erkenntnisse und Erfahrungen. Die Nebeneffekte: Da betriebliche Mitbestimmung im Schuluntericht eher selten auf dem Stundenplan stehen, dürften die gemeinsamen Aktionen sicherlich ein gutes Lehrstück für die FFF-Aktivist*innen und ihre berufliche Zukunft sein.

Und umgekehrt: diese Allianz ist auch ein guter und belebender "Kreativitäts-Schub" für öffentlich ausgetragene Tarifpolitik sowie eine gute Lektion in Sachen nachhaltige Verkehrswende. Auch die bevorstehenden Tarifrunden der IG Metall sollten und können entsprechende Anknüpfungspunkte erschließen und dabei junge Klima-Aktivist*innen offen, fair und auf Augenhöhe behandeln.

Es gibt viel von- und mteinander zu lernen, um soziale und ökolologische Innovationen konkret voranzubringen.

Wer mehr wissen will: ÖPNV braucht Zukunft


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