Vergiftetes Arbeitgeber-Angebot

Am 31.12. endet die Friedenspflicht für die Tarifrunde ...


18.12.2017 | In den Metall-Tarifverhandlungen bieten die Arbeitgeber nur 2 Prozent mehr Geld, bei gleichzeitiger Ausweitung der Arbeitszeiten. Die Forderung der IG Metall nach Arbeitszeiten, die zum Leben passen, lehnen sie ab. Tausende Metallerinnen und Metaller unterstützten die Verhandlungen der letzten Wochen mit aktiven Kundgebungen. Die Wirtschaft brummt, der Konjunkturmotor läuft auf Hochtouren.

Die Wirtschaft wächst 2017 im achten Jahr in Folge. Und der Sachverständigenrat erwartet für 2018 sogar ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent. Die Metallarbeitgeber provozieren dennoch einen Großkonflikt: Sie bieten bloß zwei Prozent mehr Geld - und ignorieren alle anderen Tarifforderungen der IG Metall, die nicht nur mehr Geld, sondern diesmal auch mehr Zeitsouveränität fordert: Wer möchte, soll seine Wochenarbeitszeit für zwei Jahre bis auf 28 Stunden reduzieren können. Diese Forderung ignorieren derzeit die Arbeitgeber komplett.

Nicht mit uns: Auch die IG Metall-Tarifkommission für die Metall- und Elektroindustrie in NRW sprach sich deshalb am 15.12. bei ihrer Sitzung in Bochum einstimmig (!) für Warnstreiks ab dem 8. Januar 2018 aus. Die dritte Tarifverhandlung in NRW ist am 18. Januar in Neuss. Auch das Bildungszentrum Sprockhövel ist gewappnet, die anstehenden Aktionen, Verhandlungen und Konflikte mit allen uns verfügbaren Mitteln aktiv zu unterstützen.


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