Beschäftigtentagung NRW

Voll und ganz im Zeichen der aktuellen Tarifrunde ...

19.01.2018 | Nach einem "erfolgreichem Kaltstart" ins Neue Jahr – und mitten in der ersten Warnstreikwelle –  trafen sich die Hauptamtlichen der IG Metall NRW zu ihrer diesjährigen Beschäftigtentagung 2018 – diesmal in Düsseldorf. Gerne waren auch wieder viele Kolleginnen und Kollegen aus Sprockhövel mit dabei, denn die Tagung ist ein willkommener Anlass zum gemeinsamen Ausblick auf Ziele und Aufgaben der IG Metall im anstehenden Jahr.

Im Fokus: u.a. die Mitgliederentwicklung, politische Rahmenbedingungen insgesamt (GroKo & Co), die anstehenden Betriebsratswahlen im Frühjahr 2018 – sowie natürlich die aktuelle Tarifauseinandersetzungen in der Metall- und ElektroIndustrie.

"Mehr Entgelt. Weniger Vollzeit. Finanzieller Ausgleich!
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer orientierenden Rede von IG Metall NRW Bezirksleiter Knut Giesler. Seine klare Ansage in Sachen Tarifrunde: "Mehr Entgelt. Weniger Vollzeit. Finanzieller Ausgleich! Drei wichtige Ziele mit denen man bei den Verhandlungen gleichermaßen durchkommen muss!" Sein Dank gilt dabei allen Aktiven vor Ort, die derzeit hohe Motivation und Aktionsbereitschaft im Rahmen der Warnstreiks zeigen.

Seiner Rede folgte ein Impulsvortrag des Sozialethikers und Zeitforschers Dr. Jürgen P. Rinderspacher, ifEs Münster. Er betonte darin den wichtigen Beitrag, den neue Arbeitszeitmodelle, mehr Zeitwohlstand und die entsprechenden Vorstöße der Gewerkschaften auch für das Gemeinwohl bringen. Zudem plädierte auch er klar für "die ein oder andere Form des Lohnausgleichs". Denn: „Die Beschäftigten werden in Zukunft vermutlich immer öfter vor der Entscheidung stehen, ob sie sich den Zuwachs an Zeitwohlstand, den sie sich eigentlich wünschen, auch leisten können!“


Vorschau

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"Gut so IG Metall!" – Rückenwind aus der Gesellschaft
Für Christiane Benner, die Zweite Vorsitzende  der IG Metall, ist es nun an der Zeit, dass sich die Arbeitgeberseite endlich zu den Forderungen der IG Metall bewegen. Aus ihrer Sicht sind die Fronten in den Verhandlungen aktuell nur deshalb so verhärtet, weil die Unternehmerseite die gute Stimmung in den Betrieben mitbekommt und spürt, dass der `Zeitgeist´ und die öffentlichen Sympathien diesmal keinesfalls auf ihrer Seite liegen.
Dazu zitierte Benner u.a. eine Erklärung des Deutschen Juristinnenbunds: Unter der schönen Überschrift  "Gut so IG Metall!"  argumentieren sie klar gegen das in den Verhandlungen aufgetauchtes Unternehmerargument, demnach unsere Tarifforderungen gegen das Gleichbehandlungsgebot verstoßen würden.

Fazit der gemeinsamen Diskussionsrunde am Vormittag: "Die IG Metall ist für die anstehende Tarifrunde gut aufgestellt. Doch: es braucht auch die breite, gesellschaftliche Debatte und entsprechend solidarischen Rückenwind, damit es den Gewerkschaften gelingen kann, die Sache entsprechend erfolgreich voranzutreiben!“

Inspirierend & facettenreich: das vielseitige Workshop-Angebot am Nachmittag, die vielen Diskussionen und Einzelgespräche – und natürlich das gemeinsame Fest am Abend. Die Beschäftigtentagung NRW wurde damit auch 2018 wieder zu einem insgesamt sehr gelungenen "Aufwärm- und Trainingslager" für dieses in vielerlei Hinsicht Weichen stellende Jahr.

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