Arm trotz Arbeit

Initiative Mindestlohn – aktiv im Netz

04.03.2013 | Neben der anhaltenden Solidarität mit den »amazon-Leiharbeiter/-innen empfehlen wir aktuell auch die »„Initiative Mindestlohn“: Getragen wird die Online-Aktion von NGG und ver.di. Betroffene selbst haben auf der Homepage die direkte Möglichkeit, anonymisiert aber im „O-Ton“, über ihre Bezahlung zu berichten. „Angezeigt“ haben – mit sehr konkreten Beschreibungen – bereits an die 2000 Dumpinglöhner/-innen aus verschiedenen Branchen ihre Arbeits- und Entlohnungssituation. Mit Beteiligung an der Unterschriftenaktion solltet ihr die Forderung nach mindestens 8,50 EUR Mindestlohn auch persönlich unterstützen.
 
Jetzt mitmachen: Die Initiative geht weiter!
  • Das schlimme Kompendium zum Lohnalltag in Deutschland beweist: Dumping-Löhne sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Schon jeder fünfte Arbeitnehmer hierzulande hat heute einen Stundenlohn von unter 8,50 EUR.
  • Die Seite liefert neben O-Tönen und vielen anschaulichen Beispielen (auch aus Metallbetrieben) politische Argumente für eine schnelle gesetzliche Einführung von Mindestlöhnen.
  • Weiterhin enthält sie eine kleine Mediathek mit guten und aktuellen Videos rund um das Thema. Und: Man kann man den eigenen Brutto-Stundenlohn ausrechnen – die Formel zur Errechnung wird auf der Page bereitgestellt.

Fazit:

Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist ständig gewachsen: Jede/jeder kann betroffen sein! Alle bisherigen Regelungen reichen offensichtlich nicht aus, um "Arm durch Arbeit" zu verhindern. Tarifpartner und Staat sind gleichermaßen gefordert.
Die aktuelle Entscheidung der Bundesratsmehrheit wird vom DGB als »„Klares Zeichen gegen Hungerlöhne...“ begrüßt. Und die zu erwartende Ablehnung durch die schwarz-gelbe Bundesregierung wird nicht das Ende dieser Auseinandersetzung sein, sondern die Debatte weiter aufheizen.

Red.


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