Mitbestimmung & Teilhabe II

Demokratie darf nicht am Werkstor enden!

07.11.2014 | Die IG Metall macht sich stark für mehr Teilhabe und Demokratie - auch und gerade in Betrieb und Wirtschaft. "Wir erleben einen tiefgreifenden Wandel von Industrie und Arbeitswelt. Deutschland bleibt nur erfolgreich, wenn die individuelle Beteiligung der Beschäftigten und kollektive Mitbestimmung weiter ausgebaut werden", so Detlev Wetzel Vorsitzender der IG Metall diese Woche auf unserem großen Mitbestimmungs- und Beteiligungskongress in Mannheim.
 


Demokratie soll stark machen

Das heißt für uns als MetallerInnen konkret:
  • Mehr Demokratie im Betrieb, also direkten Einfluss der Beschäftigten auf wichtige unternehmerische Entscheidungen – verstärkt auch in kleineren Unternehmen
  • Mehr einflussreiche Beteiligung von Betriebsräten und Belegschaften bei der Mitgestaltung nachhaltiger Produktlösungen und der Rettung hiesiger Industriestandorte durch Innovation
  • Mehr lebendige Demokratie – in Betrieben, Wirtschaft und Gesellschaft – durch die Mitsprache aller Beschäftigten etwa bei Sanierungskonzepten,  Beschäftigungssicherung, Fremdvergaben und Outsourcing, Arbeitszeitgestaltung sowie allen Gleichstellungsfragen
  • eine glaubwürdige europäische Mitbestimmungsinitiative, die nicht an den Landesgrenzen endet sondern - angesichts der Globalisierung – eine solidarische Interessensvertretung ermöglicht und der zunehmenden Spaltung von Belegschaften wirksam entgegenwirkt.

Demokratie bedeutet "Augenhöhe!"

Der IG Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel kündigte an, auch in der eigenen Organisation den kulturellen Wandel für mehr Beteiligung weiter voranzutreiben: "Wir werden die Beschäftigten noch mehr als bisher in unsere Entscheidungen einbeziehen"", sagte Wetzel. Wichtige Schritte habe die IG Metall bereits mit den großen Beschäftigtenbefragungen, zahlreichen "Besser statt billiger"-Projekte oder im Rahmen ihrer betriebsnahen Tarifpolitik unternommen. Die Ausdifferenzierung der Belegschaften erfordere von der IG Metall und ihren Aktiven in den Betrieben veränderte Beteiligungsformen. Den "einen Beschäftigten" gebe es längst nicht mehr. Im Zentrum stehe vielmehr das Bedürfnis jedes Einzelnen, so Wetzel. Entscheidend sei es deshalb, die Beschäftigten dabei zu unterstützen, ihre Rechte selbst in Anspruch zu nehmen.


Stark im Team - Bildung für Demokratie 
Wer im Betrieb für "Mehr!" und echte Beteiligung eintritt, braucht selbst Rückenwind, Inspiration und ein gutes Netzwerk. Dabei unterstützen wir Euch – gerne und engagiert – mit erprobten Angeboten zu handlungsorientierter Bildung und kompetenter Beratung – in und aus Sprockhövel.

Infos und Termine  finden sich:
» übersichtlich zum Einstieg – unter BiZ-Handlungsfeldern
» per Stichwortsuche – in unserem BiZ Seminarfinder
» sowie natürlichim Bildungsprogramm 2015, hier auch als Download

MG


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