Netzwerk W im EN-Kreis

Wir sind aktiver Kooperationspartner

23.04.2013 | Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht es längst nicht nur um die wichtige Betreuungsfrage der Kinder. Viele Frauen und Männer versorgen auch immer öfter ihre pflegebedürftigen Eltern, Schwiegereltern oder Partner/innen. Gefragt sind intelligente, gute Vereinbarkeitslösungen in Betrieben und passgenaue Unterstützung im Einzelfall.  Dafür steht das Netzwerk W als Teil einer landesweiten Initiative mit seiner regionalen Kampagne „Pflege und Beruf“...
 
Wir als Bildungszentrum sind als aktiver Kooperationspartner mit dabei
Auch das BiZ unterstützt als aktiver Kooperationspartner das Netzwerk W im EN-Kreis. Schwerpunkt des »Netzwerkes im Ennepe-Ruhr-Kreis ist die Verbindung des Themas „Familie und Beruf“ mit zentralen Fragen des demografischen Wandels:. Dazu Christa Beermann, Demographie-Beauftragte des EN-Kreises: „Unsere Gesellschaft wird immer älter und damit das Thema  Pflege immer wichtiger. Im Durchschnitt pflegt schon heute jeder vierte Beschäftigte einen Angehörigen. 70 % davon sind Frauen“.

Wir wollen glaubwürdige Hilfe leisten und mit gutem Beispiel vorangehen
Als siebtes Unternehmen im EN-Kreis und als das erste in Sprockhövel beteiligt sich das IGM Bildungszentrum aktiv an der kreisweiten Kampagne. Dazu Fritz Janitz, Schulleiter im Bildungszentrum Sprockhövel: „Mit unserer Partnerschaft bieten wir dem Netzwerk nicht nur unsere eigene Expertise als Bildungs- und Tagungszentrum sowie inhaltliche Zusammenarbeit und Kontakt zu Betriebsräten. Wir setzen als Schulleitung auch selbst auf die Vorteile ortsnaher Kooperation und Vernetzung – und zwar zu Gunsten unserer eigenen Belegschaft. Das Bildungszentrum will selbst ein Vorreiter für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf werden“.

Petra Böhm – unsere Ansprechpartnerin in Sachen Pflege und Beruf
In diesem Geist unterschrieb die Leitung des Bildungszentrums zusammen mit dem Betriebsrat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Netzwerk W im EN-Kreis. Damit die Idee im oft hektischen Arbeitsalltag des Bildungszentrums Fuß fasst, wurde eine direkte Ansprechperson benannt: Petra Böhm ist in unserer Zentrale am Empfang beschäftigt. Sie hat dadurch einen guten Überblick in die verschiedenen Bereiche des Hauses. Zudem ist sie die gewählte Schwerbehindertenvertreterin der Belegschaft im Bildungszentrum Sprockhövel.
 


Zu ihrer Benennung sagt sie selbst: „Ich sehe mich in der Pflicht, gemeinsam mit der Schulleitung den Kontakt mit dem örtlichen Netzwerk W zu halten, über Aktivitäten und neue Angebote informiert zu sein und hier zu informieren. Vor allem aber will ich mit dem Thema aktiv auf unsere Belegschaft zugehen und im konkreten Bedarfsfall für meine Kollegen/-innen, eine kompetente Ansprechpartnerin und Mittlerin sein“. Wichtig im Einzelfall ist dabei aus ihrer Sicht neben nötiger„Sensibilität und einem bisschen Fingerspitzengefühl“ vor allem Rat und Tat sowie schneller Kontakt zu starken Partnern vor Ort. „Neben der Information zu verbindlichen Ansprüchen braucht es meist sehr konkrete Hilfen und Ideen, mit denen wir die Betroffenen – natürlich im Rahmen der Möglichkeiten – sinnvoll unterstützen können“.

Gefragt: Gute Praxis im (eigenen) Unternehmen
Petra Böhm und Schulleiter Fritz Janitz sind sich dabei in der Sache einig: „Familiärer Pflegeaufwand darf unter Kollegen/-innen und auch gegenüber dem Arbeitgeber kein Tabuthema sein!“ Dazu vertiefend der Schulleiter: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, Kindern und Karriere müssen wir zur gelebten und von allen Seiten unterstützen solidarischen Praxis im Betrieb machen wollen.  Sonst wird das nix, Wenn wir mit dieser Forderung als Gewerkschaft glaubwürdig sein möchten,  gilt es also selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen und dabei auch neue Ideen zu entwickeln und anzupacken“.

Gewollt: Ideen mit Pionierfunktion in Sachen Pflege und Beruf
Laut BiZ-Betriebsrätin Tina Flügge gilt in der IG Metall selbst bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Vereinbarung des Gesamtbetriebsrates mit dem Vorstand: "Beschäftigte bei der IG Metall haben einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung von bis zu zehn Arbeitstagen pro Jahr (PflegezeitGesetz). Für die ersten fünf Arbeitstage erfolgt dies unter Fortzahlung der Bezüge". Hier geht die IG Metall als Arbeitgeber klar und bewusst in Vorleistung.

Gelungen:  Das Werkstatt-Treffen zur Zwischenbilanz
Dass das Thema auf fruchtbaren Boden fällt und Lösungsbedarf besteht, zeigte das Treffen der beteiligten Akteure und Kooperationspartner in der vergangenen Woche in Gevelsberg.  Dazu Christa Beermann, die regionale Koordinatorin: „Die gut angelaufene Kampagne soll helfen, kreative Lösungen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu finden, sie zu erproben und zu verbreiten. Dazu braucht es eine gute Unternehmenskultur, eine offene Kommunikation im Betrieb sowie die Vernetzung örtlicher Angebote und Ideen. Wir freuen uns auf  künftige Erfahrungen und möglichst viele weitere Unternehmen, die sich unserer Initiative aktiv anschließen. Gerade engagierte Betriebsräte haben dabei eine wichtige Initiativfunktion“.

Mehr Infos zum Netzwerk W gibt es »hier im Netz und für die Mitarbeiter/-innen im BiZ natürlich künftig bei Petra Böhm persönlich sowie direkt bei der Schulleitung.

MG


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