Einladung zu "Poesie und Politik"

Besucht die Ruhrfestspiele in Recklinghausen


03.05.2019 | Unter dem Motto Poesie und Politik wurden am 1. Mai die diesjährigen Ruhrfestspiele in Recklinghausen mit einem Kulturvolksfest eröffnet - mit Musik, Akrobatik und Straßentheater. Die guten Nachrichten für Gäste im Bildungszentrum: 1. Sprockhövel ist nur gute 35 km und eine Autostunde vom Herzen des Geschehens entfernt. 2. Noch bis zum 09. Juni lockt tagtäglich ein lohnenswertes Programm. 3. Für DGB-Mitglieder gibt es ermäßigte Kartenpreise.

Allen Besucher*innen unserer Seminare bietet sich also die gute Gelegenheit zum gemeinsamen Festivalbesuch - am Abend oder auch zu Beginn/Ende Eures Seminars. Das Programm sowie die Verfügbarkeit von Karten lassen sich im Netz prüfen und/oder Ihr organisiert den spontanen Besuch bzw. Eure Fahrgemeinschaft bei uns vor Ort. 

Kohle für die Kunst? Zeit für Politik & Poesie?

Begründete wurde das Festival 1945 aus einer direkten Geste der Solidarität heraus: Nach dem Motto "Kunst gegen Kohle" waren es nämlich die Kumpel der Zeche Ludwig, die im kalten Nachkriegswinter das erste Festival im Herzen des Ruhrgebiets erst ermöglichten. Die aus dieser Tradition heraus entstandene Verbundenheit zwischen Stadt, Menschen und Kunst ist geblieben. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich die Ruhrfestspiele zu einem der bedeutendsten Theaterfestivals in Europa: ein Fest mit internationaler Strahlkraft und großer Beliebtheit beim Publikum. Geboren aus dieser einmaligen Tradition sind die Gewerkschaften bis heute Mitveranstalter des Kunstfestes. Euer Besuch lohnt sich:

  • Bis zum 9. Juni kommen in Recklinghausen und Marl insgesamt 90 Produktionen auf die Bühne.
  • Geboten werden teils kostenlose und stadt-öffentliche Programme sowie kulturelle Leckerbissen.
  • Erwartet werden 850 Künstler*innen aus 16 Ländern, darunter viele renommierte Namen und Ensembles.
  • Mit dabei altbekannte Festivalfans (z.B. Dunya Hayali oder Dietmar Bär), weltbekannte Künstler*innen
    und tolle Newcomer, Nobelpreisträgerin Herta Möller u.v.a. Autor*innen (moderiert von Denis Scheck)
  • Geboten werden 210 Veranstaltungen: Theater, Kabarett, Lesungen, Tanz, Musik und (Neuem) Zirkus.

Erzählen von der Welt und dem Leben der Leute

Unter der neuen Indendanz von Olaf Kröck wlll das Festival nun noch poetischer, politischer und provokanter werden. Im Mittelpunkt der vielen Aufführungen stehen dabei handfeste Fragen nach unserem Zusammenleben und der Blick auf Gesellschaft in Augenblicken großer Umbrüche. Erzählt werden Geschichten über Aufbrüche und Neuanfänge, Alltagskämpfe und Utopien. Über Liebe, Freundschaften und Traumatas. Thematisiert werden Hoffnung und Angst, das Zusammenleben von Kulturen, der Reichtum der Natur sowie menschlicher Phantasie.

  • Ein neue Festival-Rubrik ist der "Cirques Nouveau": Der "Neue Zirkus" versteht sich als eine eigenständige Kunstform, die beansprucht mit Mitteln der Akrobatik, der Körperlichkeit, des Tanzes und der Magie echte Geschichten und gesellschaftliche Probleme zu thematisieren. Das junge Genre, ganz jenseits klassischer Zirkusshows und roter Nasen, kommt ohne viele Worte aus - und berührt umso tiefer. Die Performances werden oft im Kollektiv erarbeitet und bedienen sich ganz verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen.

  • Ein öffentlicher Höhepunkt (am Sa. 04. Mai 18.00 Uhr): "What is the City but the People": 100 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Recklinghausen machen den Rathausplatz zur Bühne für ihre Lebensgeschichten und beantworten eine Frage, die schon Shakespeare formulierte: "Was ist die Stadt denn anderes, als die Menschen, die in ihr leben? Gefragt wird (vom 8. bis 12. Mai täglich) auch nach der Zukunft unserer Arbeit, allerdings mit künstlerischen Mitteln und in einem Cross-Culture-Dialog an der Schnittstelle zwischen Recklinghausen, Deutschland und Windhoek, Namibia.

  • Geschaffen wurde mit der Bar42 im Ruhrfestspielhaus übrigens diesmal ein neuer und spannender Ort: Die Bar42 bietet eigene Bühnenprogramm und ist zugleich - gedacht und gemacht - als ein öffentlicher Ort für die Begegnung zwischen Künstler*innen und Publikum, Menschen und Meinungen, für Premierenfeiern und Partys. Unter dem Motto "Partei ergreifen!" lädt der DGB während der Ruhrfestspiele ein - immer mittwochs ab 18.00 h für 90 Minuten in die Bar42.
Vielleicht ist grade die Bar42 ein besonders charmanter Ausgangspunkt für Eure eigene Festivalerfahrung und den anregenden Ausflug in faszinierende Theaterwelten und eine (festival-)verrückte Stadt: "Wunderschön, herzerwärmend und lebensbejahend."; so dazu das Urteil von BBC.

Hinschauen. Schwärmen. Sich inspirieren lassen!

>> Hier finden sich alle Infos zum Programm der Ruhrfestspiele & den Kartenkauf
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Hinweis: Unter Angabe der Mitgliedsnummer der jeweiligen Einzelgewerkschaft gibt es ermäßigte Preise.


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