Reaktionstest bestanden

Beschäftigtentagung NRW & Vorstellung Transformationsatlas


28.01.2019 | Im Januar bot die Beschäftigtentagung der IG Metall NRW den Kolleg*innen wieder Gelegenheit, um mit vielseitigen Workshops und einem Gesundheits-Parcours, die eigene Fitness sowie die persönliche Reaktionsfähigkeit zu testen. Reaktionsschnell, ausgeschlafen und beweglich zeigte sich dabei die IG Metall - mit Blick auf den digitalen Wandel und die Transformation der Industriegeselschaft - auch als Organisation.

Vorgestellt wurde den Aktiven dazu u.a. am Vortag der Beschäftigtentagung - inhaltlich moderiert durch BiZ-Referent Marcello Sessini - ein neues "Tool": Mit Hilfe der Erstellung eines sogenannten "Transformationsatlas" will die IG Metall die stattfindenden betrieblichen Umbrüche auf Betriebsebene identifizieren - und Strategien zur Gestaltung des Wandels entwickeln.

Den Wandel in den Betrieben sichtbar machen?
Die Transformation wird die Arbeitswelt in den kommenden Jahren grundlegend verändern, das wird weitreichende Auswirkungen für die Beschäftigten haben: Ihre Tätigkeiten und die an sie gestellten Qualifikationsanforderungen werden sich ebenso wandeln wie die Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse und mit ihnen die Arbeitsorganisation der Unternehmen. Angesichts des fundamentalen Umbruchs ist es elementar, einen möglichst exakten, detaillierten Überblick über den Wandel und seine Auswirkungen in den Betrieben zu bekommen.

Der Transformationsatlas soll dies ermöglichen!
Der Atlas soll die "Hotspots der Veränderung" aufzeigen, sagt Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall. Zugleich soll er einen Überblick über den Handlungsbedarf in Betrieben verschaffen, indem er sichtbar macht, welche neuen betrieblichen Aufgaben sich ergeben. "Mit dem Instrument erhalten Betriebsräte, Vertrauenskörper und Betriebsbetreuer frühzeitig Hinweise über Veränderungen, die die Beschäftigten betreffen." Möglich wird so, eine abgestimmte betriebs- und gewerkschaftspolitischen Strategie zu entwickeln.

  • Erstellt wird der Atlas mittels Fragebögen, die in den Betrieben Ausmaß, Struktur und Auswirkungen der Transformation identifizieren, klassifizieren und sichtbar machen. Der Fragebogen soll in einer betrieblichen Arbeitsgruppe vom Betriebsrat und Vertrauenskörper gemeinsam mit dem Betriebsbetreuer, der Betriebsbetreuerin erarbeitet werden.

  • In einem Workshop werden dann übergeordnete Leitfragen diskutiert, etwa: Welche Veränderungen treten absehbar in den nächsten Jahren im Betrieb auf? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Arbeitsbelastungen? Oder: Welche Faktoren beeinflussen absehbar die Beschäftigung?

  • Die Ergebnisse des Workshops werden dokumentiert, spätere Berichte in Grafiken umgesetzt.

Sichtbar gemacht wird so, in welcher Weise Transformation im Betrieb wirkt, auf welche Weise die Beschäftigten vom Wandel betroffen sind, aber auch, ob und wie sich der Betrieb strategisch und praktisch auf die Transformation vorbereitet, wie gut also etwa die Personal- und Qualifizierungsplanung aufgestellt ist. Das Ziel:

Die eigenen Interessen rechtzeitig formulieren
Zur Vorstellung des neuen Instrument veranstaltet die IG Metall NRW im Bildungszentrum verschiedene Einführungsveranstaltungen. Vorgestellt wird der Transformationsatlas zudem in allen Seminaren zum Thema Industrie 4.0, deren in unserem Seminarfinder (siehe Freitextsuche) zu finden sind.

 


Vorschau

Bilderstrecke: Impressionen NRW-Beschäftigtentagung/Willingen 2019 (Quelle/Fotos: Thomas Range) – 12 Fotos

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