Referent*innentagung 2019

"Veränderung mit Bildung begleiten."


26.03.2019 | Unter diesem Motto wurde Sprockhövel in der vergangenen Woche zum bundesweiten Treffpunkt und Marktplatz Gewerkschaftlicher Bildungsarbeit in der IG Metall. Eingeladen zu ihrer diesjährigen Tagung waren vorrangig die ehrenamtlich tätigen Referentinnen und Referenten der regionalen Bildungsarbeit. Die Einladerinnen: Tanja Jacquemin, Bereichsleiterin der Gewerkschaftlichen Bildungsarbeit und Irene Schulz, als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied auch verantwortlich für die Bildungsarbet in der IG Metall.

Mit der dreitägigen Veranstaltung setzte man sich das Ziel "vom Heute aus einen weiteren Schritt in die Zukunft zu gehen" – vorbereitet war dazu ein reichhaltiges Programm aus Impulsreferaten, Plenumsdebatte und acht Workshops. Im Mittelpunkt: neue Themen und Formate der Bildungsarbeit, die Transformation von Arbeit und Gesellschaft sowie zentrale Werte gewerkschaftlicher (Bildungs-)Arbeit in für rechte Populisten derzeit erfolgreichen Zeiten.

Haltung zeigen. Kurs justieren. Neues wagen.
Für die IG Metall ist und bleibt die Bildungsarbeit ein ganz entscheidendes Gestaltungselement - zur Aussteuerung erfolgreicher, selbstbestimmter Interessensvertretung in Betrieb und Gesellschaft. Jedes Seminar ist dabei ein wichtiger Baustein für mehr Vielfalt, Offenheit, gelebte Solidarität und Ermutigung zum Handeln. Dafür gilt es am Puls der Zeit zu sein, Entwicklungen kontinuierlich zu reflektieren, sich gemeinsame Ziele zu setzen und auch neue Wege zu gehen.

Roter Faden in allen Debatten und Workshops der Tagung war deshalb die Frage nach den eigenen Erfahrungen unserer ehrenamtlichen Referent*innen in ihren Seminaren sowie nach Inhalten, Instrumenten und Methoden, die aus ihrer Sicht zukünftig mehr Raum in unserer Bildungsarbeit einnehmen sollen. Der direkte Erfahrungsaustausch war das Herzstück der Veranstaltung:

  • Vorgestellt wurden erfolgversprechende Pilotseminare für Betriebsräte und Vertrauensleute.
  • Ausgelotet wurden die Handlungsspielräume und Herausforderungen betrieblicher Praxis in Zeiten der Transformation
  • Erprobt und getestet wurden interessante digitale Anwendungen für die eigene Seminararbeit.
  • Abgewogen wurden Risiken und Chancen der Digitalisierung sowie die Folgen für Leitbilder und arbeitspolitische Strategien.
  • Aufgezeigt wurden Beispiele zur erfolgreichen Umsetzung tariflicher Freistellungszeiten und verkürzter Vollzeit im Betrieb.
  • Übersetzt wurden die sogenannten Treiber der Transformation in Triebfedern für individuelles und kollektives Handeln.
  • Ermuntert und ermutigt wurde dazu, rechter Gesinnung im Alltag (und im eigenen Seminar) selbstbewusst entgegenzutreten.

Der intensive Austausch, die Präsenz unserer Initiative Respekt, aller Schulleiter*innen unserer Bildungszentren sowie zahlreicher Gäste machten die Tagung zu einem erfolgreichen Treffen für unsere recht gut aufgestellte und eng vernetzte Bildungslandschaft in der IG Metall.

Schön, dass sich die Teilnehmenden am Abschlussabend auch noch die Zeit nahmen, um bei einem Glas türkischem Tee, unsere Ausstellung "4074 - Tatorte der NSU-Morde" zu sichten. Die Ausstellung reiste übrigens am Wochenende - gemeinsam mit dem Ressort und der Initiative Respekt - nach Mannheim, wo in dieser Woche die wichtigen Personengruppenkonferenzen der IG Metall tagen.

Die "Zwölf guten Gründe für Seminare in der IG Metall" sind bekannt. Was sie verbindet und lebendig macht sind Menschen, die gemeinsam am Ball bleiben. Schön, dass Ihr da gewesen seid.


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