Spendenaktion & Solidarität


Unterstützung für die Riva-Streikenden auch in Sprockhövel


23.08.2019 | Große Solidarität aus Politik und Gesellschaft mit den Streikenden von RIVA-H.E.S. Die rund 150 Beschäftigten aus den Standorten Trier und dem benachbarten Horath befinden sich seit nun fast 12 Wochen in einem unbefristeten Streik, um sich einen Tarifvertrag zu erkämpfen. 100 % der Metaller*innen entschieden sich bei der Urabstimmung für den Ausstand. Obwohl das RIVA-Management weiter mauert, zeigen sich die Kolleginnen und Kollegen seitdem kampfbereit und immer selbstbewusster. Jetzt gefragt: aktive Solidarität und Spendenbereitschaft - so auch bei uns im Bildungszentrum Sprockhövel. BiZ-Betriebsrat und Leitung riefen gemeinsam zu einer Spendenaktion im Haus auf – und bitten um Nachahmung.

"Dieser Arbeitskampf ist erst zu Ende,
wenn der Tarifvertrag unterschrieben ist."

Trier und Horath sind die einzigen deutschen Riva-Standorte für die kein Tarifvertrag gilt. Die Beschäftigten dort fertigen Betonstahlmatten für die Bauindustrie: "Wir wollen Tarifbindung und die gleichen Bedingungen wie unsere Kolleginnen und Kollegen in der Metallindustrie und in den anderen tarifgebundenen Betrieben des Riva-Konzerns in Deutschland", forderte deshalb Georg Rentmeister, Betriebsratsvorsitzender in Horath bereits am ersten Streiktag.

Das Management blockt. Bei den Verhandlungen am 5. August legten sie ein noch schlechteres Angebot vor und lehnten die von der IG Metall angebotene Schlichtung ab. Doch der Kampf für einen Tarifvertrag geht ungebrochen und entschlossen weiter! Der damit bisher längste Streik in Rheinland-Pfalz erntet dabei viel öffentliches Interesse und Solidarität – auch seitens der Belegschaften an anderen Standorten des italienischen Stahlkonzerns.

Keine Schlichtung in Sicht.
Doch die Stimmung bleibt gut und entschlossen.

  • Gewerkschafter*innen aus den italienischen Riva-Standorten sagten über die italienischen Metallgewerkschaft FIOM CGIL ihre Unterstützung für ihre streikenden Kolleg*innen zu. Die Trierer und Horather Beschäftigten wiederum erklärten sich in einem Video solidarisch mit den italienischen Kolleginnen und Kollegen bei ihrem Generalstreik in Italien.

  • Auch Ost-West-Solidarität ist für die RIVA-Beschäftigten kein Fremdwort. Auf Einladung von RIVA-B.E.S. reisten die rheinland-pfälzischen Kolleg*innen nach Brandenburg und organisierten - gegen den Willen des Managements - eine gemeinsame Betriebsversammlung.

  • Die IG Metall Bezirksleitungen Mitte und Berlin-Brandenburg-Sachsen stimmen weitere Solidaritätsaktionen ab. Und Kolleginnen und Kollegen aus Brandenburg sowie ganz Deutschland beteiligten sich an einer zentralen Protestkundgebung vor der Porta Nigra in Trier.

  • Auch die Landesregierung in Rheinland-Pfalz fordert die RIVA-Eigentümern zu Verhandlungen mit der IG Metall auf. Die katholische Arbeiterbewegung und Zivilgesellschaft unterstützt die Streikaktion.
Der RIVA-Streik macht vor, wie wir die Vorteile von Tarifbindung betrieblich und öffentlich zum Thema machen und wie sich Tarifverträge gemeinsam und standortübergreifend durchsetzen lassen. 

Jetzt gilt erst recht: Jeder Euro zählt!
Gefragt: Solidarität und unser aller Interesse.

Bis vergangene Woche gingen bereits 50.000 EUR auf dem Solidaritätskonto für die Streikenden ein. Das ist wichtig, damit die Kolleg*innen und ihre Familien ihren Streik nicht aus finanziellen Nöten aufgeben müssen.

  • Aufgrund des niedrigen Entgeltniveaus bei RIVA-Stahl-H.E.S. – ca. 20 bis 30 % unter Tarif – und entsprechend niedriger Gewerkschaftsbeiträge, ist die gezahlte Streikunterstützung nicht sehr hoch. Und auch noch unorganisierte Kolleg*innen, die also keinen Anspruch auf Streikgeld haben, gilt es solidarisch weiter mitzunehmen.

Damit die Streikenden ihren gerechten und entschlossenen Kampf für einen Tarifvertrag auch in den nächsten Wochen erfolgreich durchhalten ist deshalb auch materielle Unterstützung gefragt. Viele Seminar-Teilnehmende und auch BiZ-Beschäftigte folgten deshalb gerne unserem Spendenaufruf im Haus. Einen ersten Betrag konnten wir bereits überweisen und unsere Spendenaktion wird weiter fortgesetzt.

Spendenbox und Aufruf finden sich am Empfang.

Über den aktuellen Verlauf in Rhein-Land-Pfalz informiert www.igmetall-riva.de Für alle Nachahmer hier die Adresse des Spendenkonto: Empfänger: KAB-Diözesanverband Trier / IBAN: DE83 3706 0193 3002 3590 21 / BIC: GENODED1PAX (PAX-Bank Trier) / Verwendungszweck: Soli-Konto Hennigsdorfer


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