Tarifrunde Metall + Elektro

Wer sich nicht bewegt, muss geschoben werden

29.01.2018 | Über 930.000 Beschäftigte haben sich seit dem Ende der Friedenspflicht bundesweit an Warnstreiks beteiligt. Doch die Arbeitgeber zeigen sich in den Verhandlungen nicht beweglich.

Nach Beratung der Tarifkommissionen in den Bezirken hat nun der Vorstand der IG Metall beschlossen, Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie zu ganztägigen Warnstreiks aufzurufen. Zudem sollen Urabstimmungen über Flächenstreiks vorbereitet werden.

Den Druck erhöhen
"Die Arbeitgeber haben es offensichtlich gezielt auf eine Eskalation angelegt und hatten nie die Absicht zur Einigung. Das zeigte sich daran, dass sie sich heute weder beim Geld noch bei der Arbeitszeit ausreichend bewegt haben, um einen Kompromiss möglich zu machen", so kritisierte der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann am Wochenende den ergebnislosen Ausgang der fünften Tarifverhandlungsrunde in BaWü.

Bereit zum 24-Stundenstreik
Hofmann weiter: "Es ist unverantwortlich, die überfällige Modernisierung der Arbeitswelt zu blockieren und den Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu verweigern. Das werden sich die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie nicht gefallen lassen. Jetzt gilt: Wer sich nicht bewegt, der muss geschoben werden."

Die aktuelle Ausgabe der »metallnachrichten nrw informiert zu anstehenden Aktionen hier im Land und erklärt, was ganztägige Warnstreiks sind bzw. Metaller*ìnnen dazu wissen sollten.


Vorschau

Bilderstrecke: Impressionen: Tarifkommission NRW am 25.01. im BiZ Sprockhövel (Quelle:Thomas Range)

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