TK Metall & Elektro

Ein Zukunftspaket für sichere Arbeitsplätze


26.02.2020 | … das wollen wir als IG Metall in den Tarifverhandlungen 2020 für die Metall- und Elektroindustrie erreichen. Trotz "Wieverfasteleer" traf sich deshalb im IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel die Tarifkommission der Metall- und Elektroindustrie NRW. Es ging darum, das Zukunftspaket inhaltlich zu schnüren, die Verhandlungsstrategie zu diskutieren und entsprechende Aktionen in den Betrieben vorzubereiten. Das erklärte Ziel:

"Bis Ostern soll es Ergebnisse geben!"

Aufgrund von Energiewende, Digitalisierung und Mobilitätswende steht die Branche der Metall- und Elektroindustrie vor großen strukturellen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund - sowie auf Grundlage der Diskussion in den Tarifkommissionen der Bezirke - hat die IG Metall am 24. Januar 2020 den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie ein "Moratorium für einen fairen Wandel" vorgeschlagen.

Dazu Knut Giesler, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall NRW: "Wir haben drei intensive Gespräche mit METALL NRW geführt. Dabei wurde deutlich, dass auf beiden Seiten ein ernsthafter Versuch unternommen wird, innerhalb der Friedenpflicht Lösungen zu erarbeiten, die den Beschäftigten Sicherheiten bei der Transformation in den Betrieben geben." Die Tarifkommission der Metall- und Elektroindustrie NRW beauftragte die Verhandlungskommission der IG Metall NRW damit, Ergebnisse für die nachfolgenden Verhandlungsziele mit METALL NRW zu erreichen:

  • Eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen zur Stärkung der Kaufkraft
  • Beschäftigungssicherung auf Verlangen der IG Metall durch betriebliche Zukunftstarifverträge
  • Bei Unterauslastung soll vorrangig eine Reduzierung des Arbeitsvolumens ohne Absenkung der Entgelte erfolgen.
  • Alle Beschäftigten sollen Anspruch auf eine geförderte, berufliche Qualifizierung im Rahmen mit staatlicherFörderung erhalten
  • Erhöhung der Quoten für Altersteilzeit und andere Modelle des fließenden Übergangs, entsprechend der demografischen Entwicklung
  • Vereinbarung von tariflichen Regelungen für dual Studierende und eine Absicherung der beruflichen Erstausbildung
  • Ein Nachhaltigkeits-Bonus für IG Metall Mitglieder als tarifdynamischer Festbetrag - etwa für Bus und Bahn E-Bikes, Ökostrom oder zum Laden von Elektroautos
  • Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung


Vorschau

Bilderstrecke: Impressionen (Quelle: Range/gfp) – 10 Fotos

"Wir müssen neue Wege gehen!"

Dazu Bezirksleiter Knut Giesler in der anschließend veröffentlichten Presseerklärung: "Wir erwarten, dass METALL NRW im weiteren Verhandlungsverlauf auf seine Mitgliedsfirmen einwirkt, keine einseitigen Personal-, Abbau- oder Verlagerungspläne zu verkünden. Es wird nur zu Lösungen innerhalb der Friedenspflicht kommen, wenn alle Parteien gemeinsam den Weg der Beschäftigungssicherung auch gehen wollen." Die nächste Verhandlung mit METALL NRW findet am 12.03.2020 statt. Die Tarifkommissionen erwarten Lösungen bis Ostern. Sollte es bis dahin keine Ergebnisse geben, soll es eine normale Tarifbewegung geben. Am 28. April läuft die Friedenspflicht aus. Danach sind Warnstreiks möglich.

Hintergründe und aktuelle Infos zum weiteren Verlauf der Tarifrunde finden sich unter www.igmetall.de und www.igmetall-nrw.de

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