Triebkräfte, Treiber und Trends

Arbeitswelt und gesellschaftliche Transformation


24.10.2018 | Gesellschaft, Arbeitswelt und Wirtschaft stecken mitten in tief greifenden Veränderungen. Die treibenden Kräfte dieser Transformation sind die Digitalisierung, die weitere Internationalisierung der Märkte, Klimapolitik, ein Wertewandel, der sich auch in einem neuen Verhältnis zu Mobilität und Arbeit äußert, sowie demografische Veränderungen.

Transformation  – der Wandel hat schon längst begonnen
Wir befinden uns mitten in einer Transformation, die überall zu spüren ist: Der Flexibilisierungsdruck und die Zahl der Umstrukturierungen steigen, ­Wertschöpfungsketten werden durcheinander geschüttelt, ganze Branchen stecken im Umbruch, neue Produktionsverfahren und Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle drängen auf den Markt und ziehen ein in die Unternehmen. Das alles verändert Arbeitsabläufe und Tätigkeiten sowie die geforderten Fertig­keiten und Fähigkeiten der ­Beschäftigten grundlegend und hat weitreichende Auswirkungen.

Transformation im Interesse der Beschäftigten gestalten
Welche Chancen und Risiken aus Sicht der IG Metall mit diesem Wandel verbunden sind und welche Gestaltungs- und Handlungsfelder sich für die Gewerkschaft und in den Betrieben daraus ergeben, sind die zentralen Themen auf dem Transformationskongress der IG Metall am 30./31. Oktober in Bonn. "Miteinander für Morgen!" - lautete das Motto des Kongresses im Wasserwerk, dem ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Bonn.

Erwartet werden rund 600 Teilnehmende, vorrangig Betriebsräte und Gewerkschafter*innen aus den Geschäftsstellen der IG Metall. Durch die Auseinandersetzung mit den Treibern, Trends und Triebkräften des Transformationsprozesses sollen gesellschaftliche Spannungsfelder identifiziert und zentrale gewerkschaftspolitische Zukunftsfragen aufgeworfen werden. Erarbeitet und diskutiert wird, wie sich die IG Metall mittel- und langfristig auszurichten hat, um mit den Beschäftigten erfolgreich den Wandel gestalten zu können. In »Transformationswerkstätten« werden zudem gemeinsam konkrete Beispiele, betriebliche Umsetzungen und gewerkschaftliche Handlungsfelder ausgelotet. Die Frage, wie der Handlungsort Betrieb als Machtressource für eine solidarische Transformation von Arbeit und Gesellschaft gestärkt werden kann, steht dabei im Vordergrund.

Werkzeuge zur Gestaltung des Wandels - 
sicher, gerecht, selbstbestimmt

Das Bildungszentrum Sprockhövel erwartet mit Spannung, die Ergebnisse des Transformationskongresses, denn auch und gerade für die Ausgestaltung einer zukunftsgerichteten Bildungsarbeit ist diese Debatte von hoher Bedeutung. Unsere Teilnahme an dem Kongress werden wir auch nutzen, um neue eigene Bildungsangebote zu diesem Themenfeld vorzustellen; darunter ein Zertifikatstudium für Betriebsräte in Kooperation mit der Lernfabrik der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zum selbstbewussten Umgang mit "Digitaler Transformation".

Nachtrag: "Maßgeblich ist, dass wir in den Betrieben stark sind!" – ein Interview mit Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall  nach dem Transformationskongress


Aktuelles

Kampagnen

  •