"Klüger raus als reingehen!"

Was gute Lernfabriken für Betriebsratsarbeit bringen


21.11.2018 | Betriebsräte können nur regeln und gestalten, was sie verstehen. In Lernfabriken wird die Industrie 4.0 sinnlich erlebbar und abstrakte Begriffe, wie "Vernetzung" und "digitale Transformation" werden (an-)fassbar. Für IG Metallerinnen und Metaller, die im Betrieb aktiv sind, bilden Lernfabriken deshalb einen attraktiven Lernort.

Sie helfen, beim Verstehen neuer technologischer Prozesse und schärfen den Blick für beschäftigungsorientierte, betriebspolitische Gestaltungslösungen. Es ist jedoch nicht so einfach, eine passende Lernfabrik zu finden. Sie sind sehr verschieden und bieten nicht immer das, was aus der Sicht von Mitbestimmung relevant, didaktisch sowie methodisch zeitgemäß, bewährt und also gut erprobt ist.

Arbeitspolitische Gestaltungsprojekte erfordern Mut
Hier hilft eine neue Broschüre weiter - und natürlich unsere Erfahrung aus der IG Metall Bildungsarbeit. Um IGM-Aktive und BR-Gremien bei der Gestaltung von Lernfabrikangeboten zu unterstützten, hat das Ressort Zukunft der Arbeit in Kooperation mit den IG Metall Projekten "Arbeit + Innovation" eine Broschüre als Arbeitshilfe herausgegeben.

Die Broschüre basiert auf einer umfangreichen Evaluationsstudie, die vorliegende Erfahrungen mit Lernfabriken im Bereich der IG Metall genau analysiert und Kolleginnen und Kollegen mit ihren Lernerfahrungen zu Wort kommen lässt und Auswahlkriterien benennt. Die Broschüre hilft zu verstehen, welche Angebote und Möglichkeiten sich bieten. Ziel der Broschüre ist es, die für gewerkschaftliche Arbeit auch wirklich geeignete Angebote zu finden und Eure arbeitspolitischen Aktivitäten im Betrieb sinnvoll zu unterstützen. 

Wichtigstes Lernziel in der Lernfabrik: Gestalten lernen
Klasse, finden wir es als Bildungszentrum Sprockhövel natürlich, dass bei dem in der Broschüre gezogenen Vergleich von Lernzielen und Lernmethoden gerade unser Partner, die arbeitspolitische Experimentier- und Lernfabrik in Bochum, im Vergleich mit anderen ANgeboten besonders hervorragend abschneidet.

Die arbeitspolitische Lernfabrik an der RUB Bochum ist eine Eigenentwicklung der IG Metall, die in enger Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) aufgebaut worden ist und sich ständig weiterentwickelt. Daran sind wir als Bildungszentrum – auch im Kontext des Projekts "Arbeit + Innovation" – maßgeblich beteiligt.

Was Bochum bzw. dort angesiedelte Experimentierfabrik als arbeitspolitische Lernfabrik im Zusammenspiel mit unserer Bildungsarbeit bietet, ist zeitgemäßes und erprobtes Wissen zugeschnitten auf Eure betrieblichen Belange:

  • Experimentelles Erleben der Arbeit mit neuer Technologien
  • Verstehen der Veränderungen, die mit der digitalen
    Transformation einhergehen
  • Begreifen, dass Technik gestaltbar ist,
    und wie Arbeitsbedingungen sich entwickeln
  • Erleben des Zusammenspiels von Mensch, Technik
    und Organisation im Arbeitssystem
  • Abbau von Ängsten vor Veränderungen,
    denn Angst ist kein guter Ratgeber
  • Lernen von arbeitspolitischer Gestaltungskompetenz
  • Experimentelles Begleiten von konkreten
    sozio-technischen Gestaltungsprozessen
  • Entwickeln von Durchsetzungsstrategien:
    Wer gestalten will, muss durchsetzungsfähig sein

Digitale Transformation: Mitbestimmen. Mitgestalten.
  • Die lesenwerte IGM-Broschüre "Industrie 4.0 gestalten lernen - Lernfabriken für die gewerkschaftliche Arbeit nutzen" ist »hier direkt als Download verfügbar (siehe dort/ rechte Seitenspalte).

  • Wer an der Broschüre Interesse zeigt, ist zurecht auch neugierig auf unser neues Zertifikatsstudium für Betriebsräte. Die hochwertige Modulreihe (Start: Herbst 2019) ermöglicht nicht nur praktische Erfahrungen in der Lern- und Forschungsfabrik an der RUB sondern stärkt nachhaltig die persönliche Kompetenz im Umgang mit der neuen Arbeitswelt und verschafft zudem für die eigene Weiterbildungsbiograhie nicht unrelevante Credit Points, anrechenbar auf vergleichbare Studiengänge.

  • Wir freuen uns auf interessierte Nachfragen und Anmeldungen und
    stehen dafür - gerne auch telefonisch - zur Verfügung.



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