IG Metall / Ruhr-Universität

Zertifikatsstudium: Auftakt und Eröffnung vielversprechend


03.10.2019 | 20 motivierte Teilnehmende und viele engagierte Macher*innen freuen sich auf eine hochkarätige Weiterbildung, konzipiert und begleitet durch das Bildungszentrum Sprockhövel in Kooperation mit erfahrenen Partner*innen an der Ruhr-Universität Bochum (RUB).

Mit einem neuen berufsbegleitenden Studienformat schlagen wir gemeinsam ein neues Kapitel für wissenschaftliche Erwachsenenbildung im Interesse zeitgemäßer Mitbestimmung auf.

Digitale Transformation: Mitbestimmen. Mitgestalten.

Das neue Zertifikatsstudium für Betriebsrät*innen startete mit einem Einführungstag in Sprockhövel sowie der offiziellen Eröffnung und einem ersten Technologie-Rundgang in der Lern-und Forschungsfabrik des Lehrstuhls für Produktionssysteme (LPS) an der Ruhr-Universität.

An der Eröffnung beteiligte sich auch Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Auch für sie geht es bei der digitalen Transformation um neuste technologische Entwicklungen, veränderte Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse, andere Formen der Arbeitsorganisation, Umstrukturierungen ganzer Branchen und Betriebe – vor allem aber, um die damit verbundenen Herausforderungen für die beteiligten Menschen sowie die Chancen und Risiken bei der Umgestaltung dieser neuen Arbeitswelten:

  • "Unsere Befragungen rund um den Transformationsatlas sind ernüchternd: Lediglich in 18 Prozent der befragten Unternehmen gibt es nach Auffassung der Betriebsräte überhaupt eine Strategie mit langfristigem Planungshorizont. Und: In knapp die Hälfte der Betriebe hat das Management keine oder keine ausreichende Strategie zur Bewältigung der Transformation".

  • Ein weiteres Ergebnis: 95 Prozent der Betriebsräte sprechen insbesondere mit Blick auf die digitale Transformation von einem signifikanten Anstieg für Qualifizierungsbedarf, nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Betriebsratsgremien.


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Bilderstrecke: Auftakt und Startpunkt Sprockhövel (Quelle: Range/gfp) – 9 Fotos

Digitale Transformation: Mitbestimmen. Mitgestalten.

Das neue Zertifikatsstudium für Betriebsrät*innen startete mit einem Einführungstag in Sprockhövel sowie der offiziellen Eröffnung und einem ersten Technologie-Rundgang in der Lern-und Forschungsfabrik des Lehrstuhls für Produktionssysteme (LPS) an der Ruhr-Universität.

Daran beteiligte sich auch Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Auch für sie geht es dabei um technologische Entwicklungen, veränderte Geschäftsmodelle, neue Produkte und Prozesse, andere Formen der Arbeitsorganisation, Umstrukturierungen ganzer Branchen und Betriebe – vor allem aber, um die damit verbundenen Herausforderungen für die beteiligten Menschen:

  • "Unsere Befragungen rund um den Transformationsatlas sind ernüchternd: Lediglich in 18 Prozent der befragten Unternehmen gibt es nach Auffassung der Betriebsräte überhaupt eine Strategie mit langfristigem Planungshorizont. Und: In knapp der Hälfte der Betriebe hat das Management keine oder keine ausreichende Strategie zur Bewältigung der Transformation".

  • Ein weiteres Ergebnis: 95 Prozent der Betriebsräte sprechen insbesondere mit Blick auf die digitale Transformation von einem signifikanten Anstieg für Qualifizierungsbedarf, nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Betriebsratsgremien.


Genau hier setzt das neue Zertifikatsstudium an. Die Ziele:

  • Theorie und Praxis eng verknüpfen
  • Strategien neu denken und zusammenbringen
  • Im Bestfall: kompetente Begleitung bei der 
    Bearbeitung eigener betrieblicher Projekte

Dazu Richard Rohnert, Leiter im BiZ Sprockhövel: "In den jetzt anstehenden Veränderungsprozessen gilt es führen, leiten und Auseinandersetzungen – möglichst proaktiv – bestreiten zu können. Dabei kann und soll auch das neue Zertifikatsstudium unsere Kolleginnen und Kollegen unterstützen. Unsere langjährige Kooperation mit der Gemeinsamen Arbeitsstelle IGM/RUB, die Vorerfahrungen aus vielen Projekten und das bundesweit wirklich einzigartige Konzept der LPS – Forschungs- und Lernfabrik bieten dafür optimale Bedingungen."

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Bilderstrecke: Startpunkt Lern- und Forschungswerkstatt RUB/LPS (Quelle: Roettger/gfp) – 16 Fotos

Ein gelungener Auftakt und drei gute Nachrichten

1. Der Zuschnitt des Angebots kommt gut an! Alle Teilnehmenden bewerteten die Ausrichtung der insgesamt neun Module und die Arbeitsbedingungen und Angebote der Lernfabrik ausgesprochen positiv. Zur Abrundung legten sie zudem einen eigenen "Themenspeicher" an: konkrete Fragestellungen, die im Verlauf des insgesamt 18-monatigen Lehrgangs gezielt bearbeitet werden sollen. Durchgängiges Fazit am Ende der Einführungstage: "Mehr davon! Hier stimmt nicht nur der Lernplan, sondern auch die Chemie zwischen allen Beteiligten." 

2. Aufmerksamkeit und Applaus von allen Seiten: Schön, dass die Teilnehmenden eigens von Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität  begrüßt wurden. Ebenfalls kurz das Wort ergriffen: Prof. Dr.-Ing. Bernd Kuhlenkötter (Lehrstuhlleiter LPS), Prof. Dr. Manfred Wannöffel (Gemeinsame Arbeitsstelle IGM/RUB und wissenschaftlicher Leiter des Zertifikatsstudiums) sowie Dr. Yves Gensterblum (Geschäftsführer der Akademie der Ruhruniversität). Es folgten politische Plädoyers für aktive Mitbestimmung und Weiterbildung von gleich drei Abgeordneten aus dem NRW-Landtag: Marco Schmitz, CDU (u.a. Sprecher der Enquetekommission "Digitale Transformation der Arbeitswelt"), Rene Schneider, SPD (u.a. stellv. Vorsitzender des Ausschusses für "Digitalisierung und Innovation") und Martina Hannen, FDP (u.a. Sprecherin für schulische Berufs- und Weiterbildung).

3. Rückenwind für ein nachhaltiges Netzwerk: Gelingt es uns im digitalen Kapitalismus aus technologischem Fortschritt auch tatsächlich sozialen, ökologischen und demokratischen Fortschritt zu machen? Wollen wir die Getriebenen bleiben oder Treiber einer möglichst selbstbestimmten Entwicklung sein? Um diese Fragen positiv zu beantworten und damit eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern braucht es in jedem Fall kreative (Bildung-)Netzwerke, selbstbewusste Transformer*innen und innovative Mitbestimmung. Die Plätze für den 1. Jahrgang des Zertifikatsstudiums waren heiß begehrt. Wir sind gespannt auf die Ideen, Vorschläge, Beiträge und Team-Erfahrungen der Teilnehmenden und Macher*innen in diesem 1. Studienjahrgang. 

"Ein neuer Ausbildungsgang zur richtigen Zeit und mit richtigem Konzept?" Wir bedanken uns bei allen, die dies mit ihrer Arbeit, Mitwirkung und Beteiligung ermöglichen – und wünschen dem frisch eingeschriebenen "Erstsemester" ein erfolgreiches Gelingen sowie eine gute Zeit. Prima, dass wir zum aktuellen Erscheinen des zentralen Bildungsprogramms 2020 mit einem 2. Jahrgang nachziehen können.

So stehen bereits zu Beginn des kommenden Sommersemesters 20 weitere Studienplätze zur Verfügung.

 

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Bilderstrecke: Auf ins Studium. (Quelle: Roettger/gfp) – 18 Fotos

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