Sommerschule in Aktion / 06

Acht Stunden sind doch kein Tag...

07.09.2014 | Teilzeit für alle? Auch die Geschichte gewerkschaftlicher Kämpfe um die allgemeine Arbeitszeitverkürzung beschäftigte die Sommerschule.  Eingeladen wurden dazu höchst lebendige Zeitzeugen. Geübt wurde der Brückenschlag zwischen Erfahrungen aus früheren Arbeitskämpfen, erlebter Zeitgeschichte und politischer Gegenwart.
 
Im Mittelpunkt – zentrale Fragen:

  • Wie sieht Gegenmacht in selbstorganisierten Kämpfen aus?

  • Wann macht ein gemeinsamer Streik/ Arbeitskampf selbstbewusst?

  • Ab wann ist ein Arbeitskampf ein Erfolg oder auch Misserfolg?

  • Was macht Mut?  Wer und wie?

  • Was sind heute die Herausforderungen für die IG Metall insachen Arbeitszeit und Zeitsouveränität?



Mit Blick auf die Ergebnisse der großen Beschäftigtenbefragung  der IG Metall zu Wünschen und Bedürfnissen der KollegInnen und in Vorbereitung der Tarifrunde 2015  (bei der es auch wieder um „qualitative Forderungen“ gehen soll,) entwickelten sich spannende Diskussionen.

Eingeladen als Zeitzeugen der großen gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die 35-Stundenwoche waren u.a. Bruno Bekier von Hoesch, Dortmund. Oder auch Peter Bach und Milat Özdemir aus Köln: Milat, heute noch aktiv als Ehrenvorsitzender  der Initiative „Keupstraße ist überall“, war in den 70er Jahren in Köln bei den wilden Streiks der türkischen Kolleginnen und Kollegen von Ford mit dabei. Der Streik, anfangs erfolgreich, eskalierte und nahm schließlich ein böses Ende. Auch die IG Metall selbst hat sich damals nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dennoch sagt Milat Özdemir noch heute: „Der Streik hat uns damals Würde gegeben. Ich bin ein Mensch geworden...“.

Ein – auch mit Blick auf das Konzept Sommerschule oder gute Mitgliederwerbestrategien interessanter Einzelaspekt – zog sich danei durch alle Erzählungen" wichtig und unverzichtbar für einen erfolgreichen Arbeitskampf – aus Sicht aller, die aktive Arbeitskämpfe oder gar Aussperrungen selbst erlebt haben – ist die aktive Ansprache und eine rechtzeitige Einbeziehung der Familien.

Für die Organisation des Workshops „Arbeitszeit“ bedanken wir uns bei Ulrike Düwel und Stephan Stracke sowie den Gästen und Gastgebern der Gruppe.


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