Archäolog*innen der Industriegeschichte

Die Umbrüche der industriellen Entwicklung sichtbar machen


21.08.2018 | Die Geschichtswerkstatt der Sommerschule musste in diesem Jahr ohne Chaja Boebel auskommen, die kurzfristig erkrankte. Marcello Sessini, Projektsekretär „Arbeit + Innovation" sprang spontan ein, um Stefan Sachs, IG Metall Geschäftsführer in Mittelhessen bei der Organisation des Workshops inhaltlich zu unterstützen. Gemeinsam richtete der Workshop den Blick auf die vier Etappen moderner Industriegeschichte. Im Fokus: Lehren für den Umgang mit heutigen Herausforderungen durch digitale Transformation und Industrie 4.0.

Hinter dem Kürzel 4.0 verbirgt sich die digitale Vernetzung aller Menschen, Maschinen und Produkte, die am Prozeß der Wertschöpfung insgesamt beteiligt sind. Doch was heißt das eigentlich konkret?
  • Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Industrie 4.0" oder dem sogenannten “Internet der Dinge"?
  • Warum ist die stattfindende Digitalisierung nicht nur ein Thema für industrielle Großkonzerne?
  • Warum stecken hier Risiken und Chancen für das Handwerk sowie viele Klein- und Mittelbetriebe?

Hier ein kurzer IG Metall Spot, der auch den Laien hilft in die Debatte einzusteigen:


Die digitale Transformation verändert Wirtschaft und Leben, Arbeits- und Lernwelten. Demokratie und Gesellschaft. Die Herausforderungen stellen sich dabei natürlich in jedem Betrieb und Unternehmen sowie den verschiedenen Branchen anders. 

  • Es drohen Arbeitsplätze zu entfallen, aber es entsteht auch neue Beschäftigung. Für den einen Betrieb ändert sich das Produkt oder die Art zu fertigen, für den anderen steht das komplette Geschäftsmodell auf dem Spiel. 

  • In manchem Unternehmen haben Betriebsrat, Management und Unternehmensleitung immerhin frühzeitig die Themen Innovation, Nachwuchs- und Beschäftigungssicherung, Personalentwicklung und Qualifizierungsbedarfe als zentrale Handlungsfelder analysiert, in einem anderem geht es um konkrete Vereinbarungen zur künftigen Gestaltung der Arbeitszeiten, Gesundheitsfragen oder Fragen des Datenschutzes für Beschäftigte.

  • In der Tat bietet die Digitalisierung und das Internet Risiken und neue Chancen Entsprechend vielfältig sind die betriebspolitischen Anforderungen und Kompetenzen, denen die Akteurinnen und Akteure gerecht werden müssen.

Tenor bei der Abschluss-Präsentation: Technologische Entwicklungen lassen sich nicht aufhalten. Entscheidend: Interessen und Machtverhältnisse. Gestaltungswille und Einflussmöglichkeiten. Starke Gewerkschaften, kompetente Mitbestimmung und Tarifbindung. Klare Ziele und zeitgemäße Strategien für unsere Zukunft. Mit Unterstützung des Workshops „Impro-Theater" wurden aus der Geschichte der Industrialisierung, konkrete Geschichten und Tipps für die gewerkschaftliche Praxis heute. 

Merke: In der Sommerschule machen wir aus Geschichte praktische Lehren für Gegenwart und zeitgemäßes Handeln.

Digitale Transformation gestalten. Belegschaften beteiligen. Gewerkschaften stark machen.

Vorschau

Bilderstrecke: Fotos: Range/gfp – 8 Fotos



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