Tango in Sprockhövel

Wie man die IG Metall zum Tanzen bringt

Aus dem großen Saal klingt leise Musik: Dort, wo die im Frühjahr NRW-Tarifkommission 2012 der IG Metall tagte und ansonsten in politischen Veranstaltungen das Wort geführt wird, trifft sich die Tango-Gruppe: Laut Programm „ein Abenteuer zu zweit, für Anfänger und Fortgeschrittene“.

Weil das Üben so leichter fällt und der "Parkettboden" leider nicht aus Holz, sind die Jungs auf Socken unterwegs. Die Stimmung ist locker, die Musik sowie das freundlich den Saal  streifende Sonnenlicht schaffen Atmosphäre. Alle paar Takte wechseln die Paare den Partner. Das macht es den Singles leicht mitzumachen, schärft bei allen den Sinn für unterschiedliche Temperamente und hat zur Folge, dass auch mal zwei Männer oder zwei Frauen unter sich ausmachen, wer jetzt bitte führt oder sich führen lässt ...

Was hat das mit Politik zu tun?
„Jede Menge!“, pariert Jost Budde, der Lehrer aus dem Tanzhaus NRW in Düsseldorf: „Man lernt sich selbst zu fühlen, mit dem ganzen Körper der Musik zu folgen, sich zu zeigen, wirklich in Verbindung zu gehen mit dem Gegenüber, Kontrolle loszulassen und gewaltfrei zu führen, wie es ein Teilnehmer für sich als Wochenziel formuliert hat.“ „Trotzdem darf gelacht werden!“ Letzteres sagt er mit einem Schmunzeln: Jost weiß , wie man es Menschen leicht macht, erste Hemmungen zu verlieren. Er hat eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, schon von der ersten Stunde an frei zu tanzen.

Rede und Gegenrede:
Am Flipp-Chart erläutert er mit diesen Begriffen die nächsten Tanzübungen und stimmt die Gruppe langsam auf den vorletzten Abend ein. Dann geht es nach Bochum in ein echtes Milonga-Lokal – zusammen als Gruppe, deutlich selbstbewusster und guter Dinge.

    
Bilderstrecke:  (10 Bilder).
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